Die junge Sau richtig aufziehen

26 Ferkel pro Sau und Jahr sind möglich – doch dazu müssen sämtliche Voraussetzungen stimmen.
Das Ziel der Jungsauenaufzucht ist das Erzeugen von Tieren mit einem stabilen Fundament, optimaler Kondition für eine hohe Fruchtbarkeit und Lebensdauer und einem hohen Futteraufnahmevermögen.
Das Ziel der Jungsauenaufzucht ist das Erzeugen von Tieren mit einem stabilen Fundament, optimaler Kondition für eine hohe Fruchtbarkeit und Lebensdauer und einem hohen Futteraufnahmevermögen.
10 Punkte Plan zur Jungsauenaufzucht und –eingliederung:
1. Lebendtageszunahmen in der Aufzucht 550 – 600 g
- Phasenfütterung, mit angepasstem Aminosäuren/Energieverhältnis für Muskel- und Speckaufbau
Merke: Zuchtläufer / Jungsauen sind weder Masttiere noch tragende Sauen!
- optimierte Elektrolytbilanz zur optimalen Mineralisierung der Knochen
- hohe Quellfähigkeit der eingesetzten Rohwaren zur Sättigung und Förderung des Futteraufnahmevermögens
2. Speckdicke bei der Selektion von 10 – 12 mm zur schnelleren Erreichung der Zuchtreife und Basis für eine hohe Fruchtbarkeit und Lebensdauer
3. Eberkontakt ab 115 Tagen Alter: 30 Minuten pro Tag zur Förderung der Entwicklung des Genitaltraktes, früherer Eintritt der Pubertät und bessere Entwicklung der Gebärmutter, mehr Platz für Embryonen
4. Zukauf von Jungsauen 6 Wochen vor der ersten Besamung mit Quarantäne und Eingliederung in die Sauenherde mit spezieller Eingliederungsdiät (zB 50 % Säugezeitfutter + 50 % Tragzeitfutter beim Einstallen zur Konditionsoptimierung)
5. Alter bei der Erstbelegung ca. 220 – 240 Tage
6. Gewicht bei der Erstbelegung ca. 130 – 140 kg (Gewicht vor Alter!)
7. Erstbesamung in der 2. Rausche nach der Transportrausche
8. Speckdicke bei Erstbesamung ca. 16 mm
9. Flushingfütterung (max. Menge, stärke- und zuckerreiche Diät, evtl. Traubenzucker, (13,0 – 13,4 MJ ME) ca. 14 Tage vor der Belegung
10. auf Bedarfsdeckung ausgerichtete Fütterung sofort nach Belegung

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Aktualisiert am: 08.07.2003 11:47
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