Die Plenterung des Altersklassenwaldes – Beispiel Stift Schlägl

Mit der Zielstärkennutzung nach Förster Reininger ist der Wald des Stiftes Schlägl weltbekannt geworden. Was sich hinter diesem Schlagwort versteckt und wie in Schlägl Forstwirtschaft betrieben wird, verrät dieser Beitrag.

Starke Bäume werden genutzt, darunter verjüngt sich der Wald selbst. Voraussetzung dafür ist eine gute Feinerschließung.
Starke Bäume werden genutzt, darunter verjüngt sich der Wald selbst. Voraussetzung dafür ist eine gute Feinerschließung.

Durch die Anwendung des Plenterprinzips mit der Nutzung vom starken Ende der Durchmesserverteilung im Altersklassenwald wird besonders auf das Stück-Masse-Gesetz zur Senkung der Erntekosten, die Individualität des Einzelstammes (Wertentwicklung nach Qualität und Dimension) sowie die Automation der biologischen Produktion zur Minimierung des Produktionsaufwandes geachtet.
Die Auszeige erfolgt nach folgenden Kriterien:
1. beschädigte Stämme
2. Förderung schwächerer Stämme, die die Hiebreife noch nicht erreicht haben
3. Förderung der Mischbaumarten
4. Entnahme der Zielstärkenbäume.
Das Gleichgewicht von Zuwachs und Nutzung im Einzelbestand ist dabei herzustellen. Durch diese Form der Nutzung entstehen natürliche Waldstrukturen, die einen wichtigen Beitrag zur Betriebssicherheit liefern.


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Aktualisiert am: 01.10.2003 15:28
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