Die Österreicher vertrauen heimischen Lebensmitteln

Die heimischen Konsumenten bevorzugen gesunde, natürliche und unbehandelte Lebensmittel und setzen dabei in erster Linie auf die Produkte der heimischen Bauern. Das geht aus einer neuen Marktstudie hervor, die von der Österreichischen Gesellschaft für Marketing (OGM) im Auftrag des Österreichischen Bauernbundes im April dieses Jahres österreichweit durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse der Studie wurden am Montag von Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch und OGM-Chef Wolfgang Bachmayer vorgestellt.

Die Ergebnisse der Studie besagen:

· Je mehr die Herkunft eines Lebensmittels aus Österreich konkretisiert und überprüfbar gemacht wird, desto größer ist das Vertrauen der Konsumenten.
· Das meiste Vertrauen genießen Lebensmittel mit der Herkunftsbezeichnung „Bauer/Bergbauer“ und „aus heimischer Produktion“ bzw. „aus Österreich/aus bestimmter Region“. Dahinter folgt im Vertrauensindex die Angabe „aus artgerechter Tierhaltung“.
· Gentechnisch behandelte Lebensmittel werden deutlich abgelehnt.

Für Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch beweist das Ergebnis der Studie die hohe Wertschätzung der heimischen Konsumenten für die Bauern. „Das ist für mich keine Selbstverständlichkeit. Die Menschen haben Achtung vor der harten Arbeit, die auf den Feldern und im Stall geleistet wird. Sie wollen, dass die Bauern dafür auch einen gerechten Anteil an dem Preis bekommen, den sie im Lebensmittelgeschäft für hochqualitative gesunde Lebensmittel bezahlen müssen“, erklärte Grillitsch. „Gute Lebensmittel sind regional und ursprünglich, das ist ein Erfolg für die österreichischen Bergbauern und unsere klein- und mittelstrukturierte Landwirtschaft. Und das ist gut für die österreichischen Konsumenten“.

500 Haushalte befragt

Bei der im April in 500 österreichischen Haushalten durchgeführten OGM-Telefonumfrage standen folgende Fragen im Vordergrund:

· Welche Rolle spielen beim Lebensmittelkauf Produzent und Herkunft?
· Was vermittelt Konsumente, dass sie es mit gesunden Lebensmitteln zu tun haben?
· Wie glaubwürdig sind Begriffe wie „bio“ und „gentechnikfrei“?
· Welche Werbekonzepte wirken am besten?

Dabei stellte sich heraus, dass der Begriff „vom österreichischen Bauern“ mit 81 Prozent den größten Vertrauensvorschuss besitzt. Für 74 Prozent ist der Hinweis „aus heimischer Produktion“, für 71 Prozent die Angabe „von Bergbauern hergestellt“ vertrauenswürdig. Die Angabe „Bio“ kommt auf 55 Prozent an Vertrauen. Bei Milchprodukten erkennen 53 Prozent am Hinweis „Herkunft aus Österreich“ die herausragende Qualität, bei Fleisch ist den Konsumenten die attraktive Verpackung wichtig (40 Prozent), gleichauf mit einer genauen Angabe, wer der Produzent ist (29 Prozent). Nur 21 Prozent der Konsumenten halten Gentechnik bei Lebensmittel für akzeptabel, 73 Prozent lehnen gentechnisch behandelte Lebensmittel generell ab. Der Kennzeichnung „Bio“ wird von 35 Prozent „weitgehend“ und von weiteren 35 Prozent „teilweise“ vertraut. Aber Bio-Lebensmitteln aus Österreich wird mit 86 Prozent hohes Vertrauen geschenkt, nur 29 Prozent vertrauen Bio-Lebensmitteln aus dem übrigen Europa.


Aktualisiert am: 10.06.2008 11:10
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