Die Maissorten für 2018

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Die richtige Sortenwahl ist entscheidend für den Ertrag. Dabei bringt nicht jede Sorte in jedem Gebiet die gleiche Leistung. Die Sortenversuche der Landwirtschaftskammern bringen Klarheit.
Wer früh säen kann, kann auch später reifende Sorten anbauen. Foto: Agrarfoto
Wer früh säen kann, kann auch später reifende Sorten anbauen. Foto: Agrarfoto
Mit Ausnahme von weniger wasserhaltefähigen Standorten, erreichten die Landwirte im vergangenen Jahr wieder sehr gute Erträge. Besonders auf schweren Böden hatte die Dürre im Sommer keine allzu große Auswirkung. Günstig hierfür war eine bessere Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, die zusätzlich durch die Frostgare im Jänner begünstigt wurde.

Frühe oder späte Sorte
Sorten, die ihre Ertragsstruktur nicht flexibel gestalten konnten, fielen in den letzten Jahren zurück. Hierzu zählen vor allem die früheren Highflyer im Reifezahlbereich FAO 360 bis 380. Um jedoch zu den spätreifen Sorten wechseln zu können, ist auch ein geeigneter Standort notwendig, der einen frühen Anbau im Zeitraum von Anfang bis Mitte April möglich macht. Die Wasserversorgung spielt bei dieser Reifezahlentscheidung nur bedingt eine Rolle. Denn fallen die Niederschläge gering aus, dann sind die spätreifen Sorten auch nicht wesentlich schlechter als die frühreiferen Sorten. Anders sieht die Situation im Zusammenhang mit dem Blühtermin bzw. dem Blühwetter aus. Wenn eine spät angebaute spätreife Sorte mit ihrem Blühtermin auch noch in die Hitzewelle von Mitte Juli fällt, dann wäre eine frühreifere Sorte günstiger gewesen. Summa summarum sollte Sie einen so früh als möglichen Anbautermin mit einer Sorte wählen, die die gesamte Vegetationsperiode bestens nutzen kann. Der frühe Anbautermin und eine frühe Blüte spielen auch noch beim Thema Maiswurzelbohrer eine Rolle. In der Steiermark zeigte ein Saattermin ab ca. 20. April eine deutliche Zunahme der Narbenfraßschäden durch den Maiswurzelbohrer. Eine frühe Saat um jeden Preis ist jedoch auch nicht der richtige Weg. Das zeigte im vergangenen Jahr die Situation im Norden. Der deutliche Abfall der Temperatur Mitte April bremste die Jugendentwicklung der sehr früh gesäten Bestände. Daher sollte bei der Saat die Bodentemperatur am frühen Morgen in Samenablagetiefe über 8 °C liegen. So ist eine zügige Jugendentwicklung ohne Wachstumsbremse möglich.

Sortenkreuze frühe und mittelfrühe Reifegruppe. Quelle: AGES
Sortenkreuze frühe und mittelfrühe Reifegruppe. Quelle: AGES
Sorgfältige Bodenbearbeitung
Bodenbearbeitungsversuche der LK Steiermark zeigen einen erheblichen Einfluss der Bodenstruktur auf den Maisertrag. Mit der Bodenbearbeitung und deren Durchführungstermin beeinflussen wir Struktur, Wassergehalt und letztendlich auch den Maisertrag. Der Versuch zeigt, dass auf einem schluffreichen, schweren Hangpseudogley der Faktor Luftangebot im Boden wesentlicher ist als die Wasserversorgung. Dieser war auf diesem Standort in den letzten Jahren beinahe immer gewährleistet. Während im Jahr 2016 der Maisanbau nach einem extrem feuchten und milden Winter stattfand, war dies im Jahr 2017 umgekehrt. Der Winter war außergewöhnlich kalt und niederschlagsarm. So lockerte die Frostgare die verdichtete Struktur auf. Das schlug sich neben der Kalkung und der Unterfußdüngung in einem beinahe doppelt so hohen Maisertrag im Jahr 2017 nieder.

Sortenkreuze mittelspäte und späte Reifegruppe. Quelle: AGES
Sortenkreuze mittelspäte und späte Reifegruppe. Quelle: AGES
Saatbettbereitung
Die Feldarbeiten zur Saatbettbereitung sollen im Frühjahr mit möglichst wenig Überfahrten gelingen. Schwere oder stark zu Oberflächenverdichtung neigende Böden dürfen auch nach mehreren Niederschlägen nicht verschlämmen. Eine gewisse Krümelstruktur im Oberboden bis zur Blüte ist bei Mais für den „Gasaustausch“ wichtig. Teile der Zwischenfrüchte an der Oberfläche unterstützen dies. Eine wasserführende Mittelschicht soll dem Saatkorn die Bodenfeuchte zum Keimen und Aufwachsen liefern. Daher sollten Sie die Erdauflage über dem Saatkorn gut andrücken bzw. rückverfestigen. Außerdem sollen Sie versuchen, bei der Feldbestellung im Frühjahr die Mittelstruktur des Bodens nicht durch oftmalige Überfahrten zu zerstören. So bleiben die Kapillare und der Wasser- und Nährstoffhaushalt ungestört.

Mehr zur Maissorten welche die Experten für den Anbau 2018 empfehlen lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 2/2018.
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Aktualisiert am: 08.01.2018 19:54
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