Die Fichte: Der Brotbaum der Bauern als Auslaufmodell?

Die Fichtenpflanzung, ein heftig diskutiertes Thema. Kann der „Brotbaum der Bauern“ künftigen Herausforderungen noch standhalten?
Die Zwangsnutzungen der letzen Jahre lassen schon mal daran zweifeln über die Zukunft der Fichte in unseren Lagen.
Die Zwangsnutzungen der letzen Jahre lassen schon mal daran zweifeln über die Zukunft der Fichte in unseren Lagen.
Die derzeitigen Holzpreise spiegeln es wider. Kaum ein anderer Baum ist eine ernstzunehmende wirtschaftliche Alternative zur heimischen Fichte, Picea abies. Dennoch machen die vermehrten Kalamitätsnutzungen, wie Windwurf, Schneebruch oder Borkenkäfer einen weiteren Anbau mehr als umstritten. Waldbauliche Entscheidungen sind keinesfalls kurzfristig zu treffen. In welche Richtung gilt es sich zu orientieren?


Was spricht für die Fichte?

Die Fichte gehört zu den Baumarten mit einer großen Anpassungsfähigkeit Heimisch ist sie zwischen 600 und 2.000 m Seehöhe. Als Flachwurzler (Hauptwurzelhorizont 30–40 cm) dehnt die Fichte ihre Feinwurzeln sehr wohl in tiefere Schichten aus.

Was spricht gegen die Fichte?

Der nicht mehr wegzudiskutierende Klimawandel, wie die Schadholzmengen der letzten Jahre belegen, bereitet der Fichte zunehmend Probleme. Die Jahresmitteltemperaturen steigen. Extreme Dürreereignisse häufen sich und die mittlere Anzahl der Tage mit Temperaturen über 30 °C erhöht sich. Liegt die Temperatursumme über 3.050 °C steigt die Anfälligkeit für Schädlinge.
Die Wurzeln lockern zwar den Oberboden, in Schichten unterhalb von 30 cm verdichtet sie aber den Boden.

Wo dennoch die Stärken der Fichte liegen und wo sie vermutlich zukünftig wachsen wird lesen Sie in der Ausgabe 4/2013 der Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt.

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Aktualisiert am: 05.02.2013 16:25
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