Die Bauern weiter unterstützen

Das ökosoziale Forum Österreich und sein Präsident Franz Fischler sprechen sich klar dafür aus, die Dienstleistungen der Bauern nach 2013 weiter abzugelten.
Ex-EU-Kommissär Franz Fischler tritt als Präsident des Ökosozialen Forums dafür ein, den bäuerlichen Betrieben nach 2013 ihre Dienstleistungen für die Allgemeinheit weiterhin zu entlohnen.
Ex-EU-Kommissär Franz Fischler tritt als Präsident des Ökosozialen Forums dafür ein, den bäuerlichen Betrieben nach 2013 ihre Dienstleistungen für die Allgemeinheit weiterhin zu entlohnen.
Der bäuerliche Familienbetrieb ist das Herzstück der österreichischen Landwirtschaft und der Grundpfeiler der Ökosozialen Agrarpolitik gemäß dem europäischen Modell der bäuerlichen Landwirtschaft. "Damit die landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren vielfältigen ökologischen, sozialen und kulturellen Aufgaben nachhaltig lebensfähig sind, müssen ihre öffentlichen Dienstleistungen auch nach 2013 bezahlt werden ", forderte der Präsident des Ökosozialen Forums Franz Fischler am Rande der Veranstaltungsreihe Ökosoziale Marktwirtschaft im Gespräch in Wien. Zwar zeige sich aktuell, dass agrarische Familienbetriebe sehr krisenresistent sind, dennoch sei absehbar, dass manche von ihnen weitere Umbrüche in der Agrarpolitik und das gleichzeitige Zurückfahren der Förderungen nicht verkraften könnten. "Wenn die Gesellschaft ländliche Räume und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln langfristig beanspruchen will, gilt es dafür die nötigen finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sicherzustellen ", betonte Fischler.


Statistik zur heimischen Landwirtschaft

Die heimische Landwirtschaft ist vorwiegend kleinstrukturiert und auf Familienbetriebe aufgebaut. Rund 60% der insgesamt 187.000 Bauern bewirtschaften 20 Hektar und weniger, mehr als ein Drittel sogar weniger als 5 Hektar - zum überwiegenden Teil im Nebenerwerb. Mehr als 68.000 Betriebe werden von Bergbauern geführt. Rund 70% der Agrarfläche befinden sich in benachteiligten Gebieten (inklusive Berggebiet, 2007). Das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft ist 2008 um 4,1% gegenüber dem Jahr davor gesunken. Ausschlaggebend dafür waren stark gestiegene Produktionskosten und Preisrückgänge vor allem bei Getreide (Quelle: Agrarpolitik 2008/2009, LK Österreich).

AIZ


Aktualisiert am: 29.06.2009 11:41
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