Deutschland: Rohstoffwert der Milch leicht gestiegen

Der Wert der Milch ist in Deutschland weiter im Aufwind. Höhere Butterpreise waren für Anstiege im Vormonat verantwortlich. Der Anstieg der Preiskurve flachte aber zuletzt ab.
Der Rohstoffwert der Milch erhöhte sich in Deutschland im Juni 2010 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 Cent auf 32,2 Cent je kg Milch.
Der Rohstoffwert der Milch erhöhte sich in Deutschland im Juni 2010 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 Cent auf 32,2 Cent je kg Milch.
Wie das Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (ife) mitteilte, erhöhte sich der Rohstoffwert der Milch im Juni 2010 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 Cent auf 32,2 Cent je kg Milch. Ausschlaggebend waren höhere Buttererlöse. Die für den Rohstoffindex beobachteten Butterpreise stiegen gegenüber Mai um 10%. Hingegen wurde Magermilchpulver etwas niedriger bewertet. Insgesamt resultierte daraus jedoch der vierte Anstieg des Rohstoffwertes in Folge. Der Index erreichte den höchsten Stand seit Ende 2007.

Nachfrage nach Quote stieg
Die besseren Aussichten am Milchmarkt haben die Nachfrage nach Milchquoten in Deutschland kräftig steigen lassen. Rund 4.500 Landwirte wollten zum Börsentermin am 01.07.2010 Garantiemengen zukaufen, während dies im April nur rund 3.000 waren. Die nachgefragte Menge überstieg im westlichen Handelsgebiet die angebotene Menge bei Weitem. Daher legte der erfolgreiche Gleichgewichtspreis West um 1 Cent auf 12 Cent je kg Milchquote zu. Im Osten wird die Quote hingegen nach wie vor wesentlich geringer bewertet. Bei einem erheblichen Angebotsüberschuss sank der Handelspreis von 7 Cent auf 3 Cent je kg. Eine Übertragung von Milchquoten zwischen Ost und West ist aus Rücksicht auf die östlichen Bundesländer nicht erlaubt. (aiz)


Aktualisiert am: 03.07.2010 15:13
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