Deutschland: Ohne Regen weniger Getreide und Kartoffeln

Sommerhitze dämpft die Erwartungen der Getreide – und Kartoffelbauern in Deutschland. Wie schauen die Prognosen für die Ernte 2010 aus?
Durch Regenknappheit verringert sich der Getreideertrag in Deutschland.
Durch Regenknappheit verringert sich der Getreideertrag in Deutschland.
In Deutschland verschlechtern Hitze und Trockenheit die Ernteaussichten. Am wenigsten betroffen ist bisher die Wintergerste, hier zeichnen sich durchschnittliche Erträge und Qualitäten ab. Bei Weizen und Roggen werden regional jedoch unterschiedlich starke Qualitäts- und Mengeneinbußen befürchtet. Vor allem auf leichten Böden droht eine Notreife, falls die hochsommerlichen Temperaturen und Trockenheit anhalten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) schließt nicht aus, dass die Getreideernte die letzte Schätzung von 46 Mio. t unterschreiten wird.

Auch Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben leiden unter der extremen Witterung, da das kalte Frühjahr das Wachstum der Kulturen verzögert. Nun fehlt es an Niederschlägen, um den Rückstand wettmachen zu können. Das gilt insbesondere für Mais, während die Zuckerrüben bis zur Ernte noch aufholen können. Viehhalter und Betreiber von Biogasanlagen sorgen sich allerdings um eine ausreichende Versorgung mit Mais.
Die Landwirte hoffen, dass sich die schlechteren Ernteaussichten in besseren Erzeugerpreisen niederschlagen als 2009.


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Aktualisiert am: 13.07.2010 09:11
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