Deutscher Bioethanolbedarf etwa zur Hälfte durch Importe gedeckt

Rund die Hälfte des in Deutschland unter anderem als Kraftstoff eingesetzten Bioethanols muss importiert werden.
Besonders starke Einbußen hatte der Absatz von Pflanzenölkraftstoffen zu verzeichnen.
Besonders starke Einbußen hatte der Absatz von Pflanzenölkraftstoffen zu verzeichnen.
Die deutsche Bunderegierung leget dieses Ergebnis in ihrem „Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe 2011“ Anfang September vor. „Der Einsatz von Bioethanol als Kraftstoff betrug im Jahr 2011 laut amtlicher Mineralölstatistik insgesamt 1,23 Mio. t“, heißt es in dem Bericht; dabei sei insbesondere die direkte Beimischung von Bioethanol zu Ottokraftstoff gestiegen, und zwar von 1,02 Mio. t im Jahr zuvor auf zuletzt etwa 1,05 Mio. t. Bei einer Inlandserzeugung im vergangenen Jahr von lediglich 0,58 Mio. t hätten etwa 0,66 Mio. t importiert werden müssen.
Einen deutlichen Einbruch verzeichnet der Bericht beim Absatz von reinem Pflanzenölkraftstoff. Dieser ging zwischen 2010 und 2011 um zwei Drittel zurück und machte gerade noch 0,02 Mio. t aus.

Kritik an Zahlen
Bei der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) stießen die Informationen der Bundesregierung auf deutliche Kritik. Im Bericht seien erhebliche Biodieselmengen aus dem Jahr 2010 im Wege der Nachversteuerung auf das Quotenjahr 2011 angerechnet worden. Dies habe sich dämpfend auf die Verbrauchszahlen im Jahr 2011 ausgewirkt, was im Report fälschlicherweise als eine Ursache für den Rückgang der inländischen Biodieselnachfrage angeführt werde.

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Aktualisiert am: 27.09.2012 10:11
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