Deutsche Getreideernte heuer um ein Viertel höher

Die deutsche Getreideernte übersteigt in diesem Jahr aufgrund höherer Erträge und einer größeren Anbaufläche das Vorjahresniveau deutlich.
Bei allen bedeutenden Getreidesorten werden höhere Erträge eingefahren.
Bei allen bedeutenden Getreidesorten werden höhere Erträge eingefahren.
Insgesamt dürften nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) rund 45 Mio. t Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) eingefahren worden sein. Das wären gut 22% mehr als im vergangenen Jahr und knapp 12% mehr als im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Die Erträge überstiegen das Vorjahresniveau im Schnitt um gut 15%, die Anbaufläche war um knapp 6% ausgeweitet worden.

Die höhere Ernte war bei allen bedeutenden Getreidearten zu verzeichnen. Wichtigste Kultur ist mit Abstand der Winterweizen. In diesem Jahr wurden knapp 26 Mio. t geerntet, das ist fast ein Viertel mehr als 2007. Ähnlich groß war das Plus bei Sommergerste, die Landwirte ernteten hier knapp 2,7 Mio. t. Dagegen fiel der Anstieg bei Wintergerste mit knapp 14% deutlich kleiner aus. Die Produktion erreichte rund 9,4 Mio. t. Der größte Zuwachs war mit gut 37% beim Roggen zu verzeichnen, das Aufkommen stieg dabei auf 3,7 Mio. t.

Eine höhere Getreideernte wurde in allen Bundesländern eingefahren. Das Plus fiel regional aber sehr unterschiedlich aus. In Bayern, dem größten Produzenten, war die Ernte nur um 4% größer, weil die Durchschnittserträge leicht unter dem Niveau des Vorjahres blieben. Das größte Plus war in Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Die bundesweit höchsten Erträge und die größte Ausweitung der Anbaufläche führten hier zu einer Menge, die um 38% größer als im Vorjahr ausfiel. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 06.10.2008 08:32
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