Deutsche Betriebe setzen auf Saisonarbeitskräfte

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland setzen weiter verstärkt auf ausländische Saisonarbeitskräfte.
Deutsche Landwirte setzen zur Ernte verstärkt auf Saisonarbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa.
Deutsche Landwirte setzen zur Ernte verstärkt auf Saisonarbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa.
Wie aus den neuesten Daten der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung in der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, wurden bis Mitte Juni von den Betrieben insgesamt 210 596 Erntehelfer aus Mittel- und Osteuropa angefordert. Das waren 3 780 oder 1,8 % mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Saisonarbeitskräfte aus Polen und Rumänien
Die weit überwiegende Zahl der bislang angeforderten Saisonkräfte kommt aus Polen und Rumänien. Den Angaben zufolge entfallen rund 62 % der Anforderungen auf das östliche Nachbarland und gut 34 % auf Rumänien. Die Zahl von 130 100 polnischen Saisonkräften bedeutet allerdings einen Rückgang um knapp 2 % gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber steigt die Zahl der Arbeitserlaubnisse für rumänische Erntehelfer weiter überdurchschnittlich. Die insgesamt 72 047 Anforderungen bis Mitte Juni entsprechen einem Zuwachs von 9 % gegenüber dem Vorjahr.

Zuwachs deutlich spürbar
Mit großem Abstand folgen Saisonarbeitnehmer aus Kroatien mit 2 908, der Slowakei mit 2 213 und Bulgarien mit 1 915. Die Bulgaren verzeichnen allerdings den höchsten Zuwachs. Ihre Zahl stieg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um knapp ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereits 2009 hatte die Zahl der ausländischen Erntehelfer in der deutschen Landwirtschaft spürbar zugenommen. Dieser Trend hält auch in diesem Jahr an.


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Aktualisiert am: 22.06.2010 11:09
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