Der neue NÖ Emissionskataster liegt vor

„Niederösterreich verzeichnet Erfolge in der Verbesserung der Luftgütesituation, es sind aber weiterhin Anstrengungen bei Klimagasen, Stickoxiden und Staub erforderlich, um die internationalen Vorgaben zu erreichen“, erklärte Landesrat Josef Plank bei der Präsentation des NÖ Emissionskatasters.
otoquelle: NLK, Reinberger. V.l.n.r.: Georg Schörner (Forschungsinstitut f. Energie- u. Umweltplanung), Landesrat Josef Plank, Richard Schönstein(Forschungsinstitut f. Energie- u. Umweltplanung), Peter Allen (NÖ Landesregierung)
otoquelle: NLK, Reinberger. V.l.n.r.: Georg Schörner (Forschungsinstitut f. Energie- u. Umweltplanung), Landesrat Josef Plank, Richard Schönstein(Forschungsinstitut f. Energie- u. Umweltplanung), Peter Allen (NÖ Landesregierung)
Gegenüber vorhergehenden Untersuchungen zeigt sich, dass fast alle Schadstoffe im Vergleich zu 1976 gesunken sind, lediglich CO2, das seit 1992 vergleichbar ist, ist angestiegen.

Schwefeldioxid ist um 90 Prozent zurückgegangen, was in erster Linie auf die Entschwefelung von Treibstoffen zurückzuführen ist, Stickoxide sind mit minus ein Prozent etwa gleich geblieben, Kohlenstoffoxid ist um 42 Prozent und Fluorwasserstoff um 40 Prozent im Vergleich zu 1976 zurückgegangen. Im Gegensatz dazu ist eine Zunahme von CO2 seit 1992 um 15 Prozent sowie von Feinstaub um 14 Prozent zu verzeichnen. „Das alles weist zwar generell auf eine verbesserte Struktur im Umgang mit Energieträgern und Energiegewinnungstechnologien hin, ist aber auch Ausdruck für gesteigerte Aktivitäten. Besonders die Abnahme der Verwendung von schwerem Heizöl und bessere Brennertechnologien haben dafür typische Emissionen reduziert“, so Plank.

Plank führt die Verbesserung der Luftgütesituation auf eine Reihe von Maßnahmen zurück, die das Land umgesetzt hat: das Klimaprogramm 2003-2008, mit dem über 180 Maßnahmen (z.B. 300 Klimabündnisgemeinden in NÖ) realisiert wurden, den Ausbau erneuerbarer Energien, die Thermische Sanierung, die Initiative Radland NÖ sowie die Förderung von alternativen Treibstoffen und Antrieben. Schwerpunkte des Klimaprogramms 2009-2012 sind die Umsetzung energetischer und ökologischer Standards für Neubauten, Verkehr vermeidende Strukturen sowie Mobilitätsmanagement.

Der Emissionskataster dient als wichtiges Planungs- und Evaluierungsinstrument für Sanierungsgebiete, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Aktionspläne, für die angewandte Umweltplanung, die Festlegung von Standorten des Immissionsmessnetzes sowie für Konzepte zur Verringerung von Emissionen.


Aktualisiert am: 23.12.2008 17:22
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