Der Urologe ist nicht nur ein „Männerarzt“

Im folgenden Bericht werden drei urologische Themen näher betrachtet: Die gutartige Prostatavergrößerung, der Prostatakrebs und die „weibliche“ Harnblasenentzündung.
Erkrankungen der Prostata und der Harnblase sind das Fachgebiet des Urologen, er ist damit nicht nur für Männer zuständig.
Erkrankungen der Prostata und der Harnblase sind das Fachgebiet des Urologen, er ist damit nicht nur für Männer zuständig.
Fast jeder Mann kennt die lästigen Anzeichen der gutartigen Prostatavergrößerung (PH) aus eigener leidvoller Erfahrung oder nur vom Hörensagen: häufiger Harndrang, abgeschwächter Harnstrahl, mehrmaliges nächtliches Urinieren oder das Gefühl, die Blase nicht ausreichend gut entleeren zu können. Meist entwickeln sich diese Symptome schleichend. Mann gewöhnt sich daran und lernt damit zu leben.
Etwa 75 % der Männer über dem 70. Lebensjahr klagen über derartige Beschwerden. Die Auswirkungen der PH beeinflussen aber nicht nur die Lebensqualität des Mannes wesentlich, sondern können auch zu Harnwegsinfektionen (HWI), Blasensteinen, Harnverhalt und letztlich zur Nierenschädigung führen!

Prostatakrebs
Der gesunde Mann, der sich ab dem 50. bzw. ab dem 40. Lebensjahr (bei genetischer Belastung, d.h. wenn der Vater, Onkel oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt oder verstorben sein sollte) der jährlichen Prostatakarzinom-Früherkennungsuntersuchung unterzieht, gibt dem Prostatakrebs nur eine geringe Chance, einmal lebensentscheidend für ihn zu werden.

Was kann der Mann tun?
Ein wichtiger Punkt ist die jährliche Kontrolle durch den Urologen. Eine gesicherte Prophylaxe (d.h. vorbeugendes Handeln, das sicher vor Erkrankung schützt) ist derzeit nicht bekannt.
Wissenschaftliche Studien und Untersuchungen an großen Teilen der Bevölkerung in den USA haben aber gezeigt, dass einerseits vitaminreiche (Vitamin C, D und E) und vegetarische Ernährung das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, senkt und dass andererseits fleischreiche, insbesondere gegrillte oder geräucherte Kost (diese ist nitrosaminhältig) die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, erhöht.

Autor: Dr. Johannes NESTROY, Knittelfeld


Aktualisiert am: 24.04.2008 15:25
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