Der Sau über die Schulter geschaut

Die Folgen von Schulterläsionen werden weitestgehend unterschätzt. Sie wirken sich auf das Wohlbefinden der Sauen sowie auf die biologischen und wirtschaftlichen Leistungen aus.
Beginnende Schulterläsionen erkennt man zunächst nur anhand von kleinen roten Punkten. In Dänemark wird derzeit eine Wärmebildkamera getestet, die Schulterläsionen aufspüren soll, bevor sie sichtbar werden.
Beginnende Schulterläsionen erkennt man zunächst nur anhand von kleinen roten Punkten. In Dänemark wird derzeit eine Wärmebildkamera getestet, die Schulterläsionen aufspüren soll, bevor sie sichtbar werden.
Schulterläsionen entstehen durch ein starkes Zusammendrücken der Blutgefäße im Bereich der Hautoberfläche und dem darunter liegendem Schultergewebe. Im Landwirtschaftszentrum Eichhof (Hessen) wurden anhand von 434 Würfe Auswertungen zu Ursachen für Schulterläsionen durchgeführt. Aufgrund der zu diesem Thema vorliegenden Literatur wurde vermutet, dass die Rückenfettdicke einen großen Einfluss auf den Grad der Schulterveränderungen hat. Dieser Zusammenhang konnte mit sehr geringer Irrtumswahrscheinlichkeit (unter 1 %) nachgewiesen werden. Je geringer die Rückenfettdicke vor dem Abferkeln bzw. am Ende der Laktation ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Schulterläsionen. Am Ende der Säugezeit sollte noch mindestens 1,6 cm Rückenfettauflage vorhanden sein.

Im Beitrag in der Ausgabe 14/2010 werden die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Schulterläsionen näher betrachtet.

Autor: DI Kajo HOLLMICHEL, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Kassel (D)

Weiters in dieser Ausgabe:

  • Effektive Mirkroorganismen - Was bewirken sie in der Schweineproduktion?
  • Optimaler Start der Ferkel durch Know-How & Hygiene
  • Pig News



Aktualisiert am: 07.07.2010 16:23
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