Depression: Wenn die Seele aus dem Takt kommt

Den jahreszeitlich bedingten Trübsinn im Winter nennen die Experten auch „Saisonal abhängige Depression“ (SAD). Die Mehrzahl der darunter leidenden sind Frauen, bei denen die Symptome meist zwischen 20 und 30 Jahren eintreten.
Lavendel hilft das Nervensystem zu entspannen und hilft bei der Entfaltung der Persönlichkeit.
Lavendel hilft das Nervensystem zu entspannen und hilft bei der Entfaltung der Persönlichkeit.
Im Unterschied zu klassisch depressiven Menschen, die meist unter Schlaflosigkeit leiden, haben diese Personen ein übersteigertes Bedürfnis nach Schlaf.

Licht fördert positive Emotionen
Der Körper produziert unter dem Einfluss von Licht verstärkt Endorphine, sogenannte körpereigene Hormone, die euphorisch stimmen und den Nervenbotenstoff Serotonin enthalten , der die Stimmung aufhellt und glücklich und zufrieden macht. Der Mangel an Licht verändert jedoch den Haushalt der Botenstoffe Serotonin und Melatonin im Gehirn.
Im Winter schüttet die walnussgroße Zirbeldrüse durch die Dunkelheit verstärkt das schläfrigmachende Hormon Melatonin aus. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Melatonin für das Auslösen des Winterschlafbedürfnisses verantwortlich ist und damit die trübe Stimmung in der dunklen Jahreszeit auslöst. Polarforscher die in den langen Polarnächten kein Licht erhielten, zeigten alle Anzeichen einer Depression.
Licht fördert jedoch die vermehrte Produktion von Serotonin und das entstehen positiver Emotionen. Und gerade die Gefühle sind es, die uns antreiben und zu Handlungen motivieren.
Die wärmende Kraft der Sonne bringt zusätzlich die Abwehrkräfte in Schwung und regt den Sauerstoffwechsel im Körper an, die Atmung wird tiefer, die Durchblutung angeregt, Muskel und Nerven werden gestärkt.

Tipps gegen Winterdepressionen
• Essen gegen das Tief: Vitamine und Mineralstoffe sind jetzt wichtig für die Psyche. Ein Mangel an diesen Biostoffen kann zu Niedergeschlagenheit und schlechter Laune führen.
• Licht ins Dunkel: Machen Sie eine Kur mit Johanniskrauttee. Das natürliche Antidepressivum vertreibt die Wolken auf der Seele.
• Nichts wie raus: Gehen Sie bei jedem Wetter spazieren, egal wie trüb es draußen ist. Auch Ihre Seele braucht Tageslicht.
• Weg mit der dunklen Brille: Schauen Sie ins Helle, damit die Nervenbahnen der Augen der Zirbeldrüse signalisieren, weniger Melatonin zu produzieren. Das ist wichtig gegen den Winterschlaf, denn das Hormon Melatonin macht müde und schlapp.
• Ein Platz am Fenster: Halten Sie sich möglichst viel in hellen Räumen auf und sitzen Sie bei der Arbeit so, dass sie viel Licht bekommen.
• Ganz ruhig: Lernen Sie eine Entspannungstechnik. Das stärkt die Nerven, macht ausgeglichen und hilft gegen psychosomatische Erkrankungen. Davon werden Sie das ganze Jahr über profitieren. Auch Yoga kann helfen.
• Rein ins Badevergnügen: Wenn Sie erschöpft aus dem Büro kommen, dann baut Sie ein wohliges Bad von ganz alleine auf. Dazu gibt es eine ganze Reihe entspannend oder anregend wirkender Kräuterzusätze. Die wohltuende Wirkung wird durch ätherische Öle erreicht, die nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele streicheln.
• In Gedanken verreisen: Legen Sie sich hin, entspannen Sie und reisen Sie in Gedanken an einen sonnigen Ort. Sehen Sie sich unter Palmen und freuen Sie sich auf den Sommer. Mit der Kraft der Visualisierung können Sie lernen, Ihre negativen Gedanken zu vergessen.

Autorin: Christine GRUBER, Fladnitz


Aktualisiert am: 23.10.2008 15:11
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