Den Stickstoff im Auge behalten

Mängel in der Stickstoffversorgung können behoben werden, vorausgesetzt man erkennt sie. Welche organischen Düngemittel geeignet sind und wie der Anbau optimiert werden kann, zeigt der folgenden Beitrag.
Die Berechnung der Zufuhr von Stickstoff über Leguminosen ist besonders bei Körnerleguminosen mit viel Aufwand verbunden.
Die Berechnung der Zufuhr von Stickstoff über Leguminosen ist besonders bei Körnerleguminosen mit viel Aufwand verbunden.
In Regionen mit ausreichenden Niederschlägen und entsprechender Vegetationszeit bekommt im viehlosen Betrieb die sinnvolle Eingliederung von Zwischenfrüchten und Untersaaten zur Gründüngung eine höhere Bedeutung. Sie sollten so oft wie möglich in die Fruchtfolge eingegliedert werden. Besonders blattreiche, junge Zwischenfrüchte mit Leguminosen weisen relativ enge C/N-Verhältnisse auf und sind daher zur Düngung der nachfolgenden Frucht gut geeignet.

Nährstoffmobilisierung
Besonders Marktfruchtbetriebe können in den meisten Fällen keine großen Reserven an organischer Substanz im Boden anhäufen. Vielmehr sollten sie auf einem angemessen hohen Grundversorgungsniveau besonders darauf achten, dass die Umsetzung der organischen Substanz optimal abläuft, damit ein langfristig zufrieden stellendes Ertragsniveau abgesichert werden kann. Hohe Humusgehalte alleine tragen nicht zur Ertragsbildung bei. Nur die über den Humusabbau freiwerdenden Nährstoffe können zur Ertragsbildung genutzt werden. Zur Nährstoffmobilisierung tragen eine intensiv betriebene Gründüngung (z.B. mit legumen Zwischenfrüchten und anderen jungen Pflanzenbeständen), eine Zufuhr an organischen Düngern mit relativ engen C/N-Verhältnissen und hohen Nährstoffgehalten (besonders als Biogülle, Handelsdüngemittel), eine hohe Aktivität in der Bodenbearbeitung und eine gute Kalkversorgung der Böden bei.

Autor: Dr. Hartmut KOLBE, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (D)


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Aktualisiert am: 24.06.2009 10:46
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