Den Melkroboter richtig managen

Melkroboter erfreuen sich bei Milcherzeugern seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Als Pluspunkte gelten vor allem die geringere körperliche Belastung durch den Wegfall der Melkarbeit, mehr Flexibilität, aber auch die deutliche Einsparung von Arbeitszeit.
In gut laufenden Melkroboterbetrieben werden 2,7 Melkungen und mehr je Kuh und Tag erreicht.
In gut laufenden Melkroboterbetrieben werden 2,7 Melkungen und mehr je Kuh und Tag erreicht.
Kühe können ein automatisches Melkverfahren (AMV) außerhalb der Reinigungszeiten ganztägig nutzen. Dies muss freiwillig geschehen und von den Kühen in Verbindung mit einer Kraftfutter-gabe als „positive Erfahrung“ verinnerlicht werden. Nur dann werden sie den Melkroboter auch häufig genug aufsuchen. Verschiedene Kennwerte zeigen, ob ein automatisches Melkverfahren in der Praxis gut funktioniert und entsprechend ausgelastet ist. Anzustreben sind in einer Einboxenanlage bei voller Auslastung etwa 165-170 Melkungen pro Tag und etwa 10-12 kg Milch je Melkung im Mittel der Herde. Die Anzahl Melkungen je Kuh und Tag (Melkfrequenz) wird entscheidend beeinflusst von der täglichen Milchmenge je Kuh, dem mittleren Minutengemelk, der Anzahl Kühe pro Melkbox, der Anzahl und Dauer der Reinigungsphasen sowie der Zahl der Melkroboterbesuche ohne Melkberechtigung.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in Ausgabe 9 von "Der fortschrittliche Landwirt".

Autor: Dr. Jakob Groenewold, Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Weiters in dieser Ausgabe:

  • Milcherzeugung auf Niederländisch
  • Mutterkühe - Diese Probleme gibt`s im Tierumgang
  • Schwerpunktthema: Mit Eiweißfuttermittel Rinder versorgen



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Aktualisiert am: 18.04.2011 10:04
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