Den Maiszünsler in Schach halten

Wird auf Maisfelder im Jahr darauf erneut Mais gesät, so steigt die Gefahr des Maiszünslerbefalls. Mit einem ordentlichen Strohmanagement kann dem Maiszünsler aber entgegengewirkt werden.
Die Raupen des Maiszünslers nagen sie in das Stängelmark der Maispflanze eine kleine Kammer, in der sie den Rest der Saison verbringen und schließlich auch überwintern. (Foto Gerd Spelsberg/www.bosicherheit.de)
Die Raupen des Maiszünslers nagen sie in das Stängelmark der Maispflanze eine kleine Kammer, in der sie den Rest der Saison verbringen und schließlich auch überwintern. (Foto Gerd Spelsberg/www.bosicherheit.de)
Der Maiszünsler ist ein Falter, dessen Hauptflugzeit im Juli und August ist. In dieser Zeit erfolgt auch die Eiablage. Eine Woche später schlüpfen die Raupen und bohren sich in Blattadern, Blattachseln und später in Maiskolben und Maisstängel. Ist das Raupenwachstum beendet, so nagen sie in das Stängelmark der Maispflanze eine kleine Kammer, in der sie den Rest der Saison verbringen und schließlich auch überwintern.

Schadbilder
Genau in dieser Bohrtätigkeit liegt auch der Schaden, den der Maiszünsler anrichtet. Im schlimmsten Fall können Maispflanzen umknicken. Oft ist auch zu beobachten, dass Maiskolben nach unten hängen oder abfallen. Eine weitere Folge kann Pilzbefall an den Kolben sein.

Entwicklungsablauf unterbrechen
Um diese Schadbilder zu vermeiden, muss der zuvor beschriebene Entwicklungsablauf des Maiszünslers unterbrochen werden. Durch das intensive Zerkleinern der Maisstoppeln wird damit auch der Zyklus des Maiszünslers empfindlich gestört. Neben dem Zerkleinern der Maisstoppeln ist das Unterpflügen des Maisstrohs die zweite wirkungsvolle Maßnahme gegen den Maiszünsler. Die Raupe des Maiszünslers ist darauf angewiesen, in den Stängelresten auf der Bodenoberfläche zu überwintern. Werden die Maisstoppeln untergepflügt, so schaffen es die Larven des Maiszünslers vielfach nicht, aus dem Boden an die Oberfläche zu gelangen und die Entwicklung des Maiszünslers wird unterbrochen. Da sich die Falter durch Flug verbreiten, muss diese Maßnahme jedoch von allen Landwirten einer Region durchgeführt werden.

Aktualisiert am: 22.10.2012 14:00
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