Deere & Company meldet ein Rekordergebnis

Die Deere & Company mit Sitz in Moline (Illinois) USA hat im letzten Jahr mehr verdient. Der Umsatz stieg um 13 Prozent.
John Deere blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Hier ein Traktor des Typs 8345R mit 345 PS Nennleistung.
John Deere blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Hier ein Traktor des Typs 8345R mit 345 PS Nennleistung.
Der weltgrößte Landmaschinenhersteller John Deere hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 31. Oktober) von einer starken Nachfrage nach Landmaschinen vor allem in den USA und Kanada profitiert. Der Konzern verdiente 1,86 Milliarden US-Dollar (1,37 Mrd. Euro), wie das Unternehmen kürzlich in Mannheim (D) mitteilte. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor, als unter dem Strich 873,5 Millionen US-Dollar (661,9 Mrd. Euro) blieben. Die Erlöse wuchsen 2010 dank eines höheren Absatzes, Preiserhöhungen und günstiger Umrechnungskurse um 13 Prozent auf 26,0 Milliarden US-Dollar (19,14 Mrd. Euro). Die Rahmenbedingungen in der US-Landwirtschaft entwickelten sich weiter positiv, während sich die europäischen Agrarmärkte weiter schwach zeigten, schreibt John Deere.

Positive Aussichten
Für 2011 erwartet das Unternehmen mit Blick auf die Einführung neuer Modelle ein „Rekordjahr“. Die Umsätze mit Maschinen sollen im Gesamtjahr voraussichtlich um zehn bis zwölf Prozent wachsen, der Gewinn soll sich auf etwa 2,1 Milliarden Dollar belaufen (1,55 Mrd. Euro).
Die weltweiten Umsätze mit John-Deere-Bau- und -Forstmaschinen würden voraussichtlich um 25 bis 30 Prozent steigen. Die Rahmenbedingungen seien günstiger geworden. Antreiber für den Kauf von Forstmaschinen werden dabei laut Deere & Company die höheren Preise für Holz und Zellulose sein.
Das Unternehmen will zudem sein Windenergiegeschäft verkaufen, was sich aber nicht auf den Gewinn auswirken soll. „Wir schärfen unsere strategische Blickrichtung darauf, unsere Ressourcen auf den weltweit wachsenden Bedarf an Land- und Baumaschinen zu konzentrieren“, sagte Samuel Allen, Verwaltungsratsvorsitzende und CEO der Deere & Company.

Standort Deutschland
Wären die John-Deere-Unternehmensteile am Standort in Deutschland eine eigenständige AG, hätten sie im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 2,31 Mrd. Euro erzielt gegenüber 2,35 Mrd. Euro im Vorjahr und 2,88 Mrd. Euro im Ausnahmejahr 2008. Die Produktion im Mannheimer Traktorenwerk wuchs zuletzt um 800 Stück auf 32.900 Einheiten. Die Zahl der in Zweibrücken gefertigten Erntemaschinen verringerte sich dagegen um 23 Prozent auf 1.700 Mähdrescher und Feldhäcksler. Auch aufgrund des höheren Bedarfs eines Forstmaschinenwerkes in Finnland nahm die Herstellung von Fahrerkabinen in Bruchsal um 700 auf 35.300 Einheiten zu. Trotz des anhaltend niedrigen Produktionsniveaus sei die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland insgesamt lediglich um 2 Prozent auf 5.925 gesunken, stellte der US-Konzern fest.

Neue Abgasnorm
Die Investitionen an den deutschen Standorten wurden im Geschäftsjahr 2010 um 52 Prozent auf 88 Mio. Euro erhöht. Dies ist unter anderem im Zusammenhang mit der Umstellung der Modelle auf die neue Abgasnorm Euro IIIB zu sehen.


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Aktualisiert am: 13.12.2010 08:45
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