Das waren die LANDWIRT Rinderfachtage 2018

Kategorien zum Thema: Rinder Top
Hunderte Rinderhalter von Kärnten bis nach Tirol nutzten die LANDWIRT Rinderfachtage zur fachlichen Weiterbildung und zum Austausch mit Berufskollegen. Weiter geht es Ende Januar in Südtirol und Bayern.
 Klauenpfleger Franz Gsöls gab den Besuchern wertvolle Tipps aus der Praxis. (Foto: Baumgartner)
Klauenpfleger Franz Gsöls gab den Besuchern wertvolle Tipps aus der Praxis. (Foto: Baumgartner)
Vorträge namhafter Experten, interessante Produktvorstellungen verschiedenster Ausstellerfirmen und geselliges Zusammentreffen mit Berufskollegen: Die LANDWIRT Rinderfachtage haben sich zum beliebten Fixtermin für viele Rinderhalter entwickelt. Von 15. bis 19. Januar ging die Tagung in Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol über die Bühne. Insgesamt nahmen rund 900 Besucher teil. In diesem Jahr referierten der Salzburger Grünlandexperte Josef Galler, Tierarzt Raphael Höller, Nutztierhomöopathin Birgit Gnadl und die Klauenpfleger Franz Gsöls und Katharina Hoffelner.

Mehr Milch aus Gras

Dem Wunsch nach einem Grünlandthema bei den Rinderfachtagen kam die LANDWIRT Redaktion in diesem Jahr nach. Josef Galler, selbstständiger Grünlandberater aus Salzburg, ging in seinem Referat darauf ein, wie mehr Milch aus Gras produziert werden kann. Jede Leistungssteigerung der Tiere senkt die Erhaltungs-und Stallplatzkosten je kg Milch. „Noch immer hat das Dauergrünland große Reserven, die durch die Verbesserung des Pflanzenbestandes aktiviert werden können“, erklärt Galler. Zu den wichtigsten Leitgräsern gehören Knaulgras, Wiesenripse, Wiesenfuchsschwanz und Deutsches Weidelgras. Weltweit gibt es rund 3,5 Mrd. ha Weideland.

Homöopathie und Fruchtbarkeit

Durch die kritische Betrachtung der Konsumenten von Antibiotika nimmt der Einsatz von homöopathischen Mitteln auf landwirtschaftlichen Betrieben zu. Birgit Gnadl, Nutztierhomöopathin und selbst aktive Bäuerin, erklärte, wie sich Fruchtbarkeitsstörungen mit homöopathischen Mitteln kostengünstig und effektiv behandeln lassen. „Keine Geburt sollte ohne Caulophyllum C200 passieren“, sagt Gnadl. Das homöopathische Mittel als einmalige Gabe verabreicht, ist eine gute Möglichkeit, bei Einsetzen der Wehen eine einfache und selbstständige Geburt zu erwirken. Auch der Wasserverlust während der Geburt ist mit 200 Litern erheblich und für den Stoffwechsel sehr belastend. Bieten Sie deshalb der Kuh nach dem Kalben unbedingt lauwarmes Wasser an.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Rinderfachtagen und weitere Termine.

Aktualisiert am: 19.01.2018 13:44
Landwirt.com Händler Landwirt.com User