Das war 2017 im LANDWIRT

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Mit einem handfesten Streit unter den Milchbauern startete das Jahr. Die Schweinepest grassiert vor den Toren Österreichs und hält die Schweinebauern seit Juni in Atem. Und kurz vor Jahresende wird eine neue Landwirtschaftsministerin vereidigt. Das war 2017.
Mit einem handfesten Streit unter den Milchbauern startete das Jahr. Und kurz vor Jahresende wird eine neue Landwirtschaftsministerin vereidigt. (Foto: agrarfoto.com)
Mit einem handfesten Streit unter den Milchbauern startete das Jahr. Und kurz vor Jahresende wird eine neue Landwirtschaftsministerin vereidigt. (Foto: agrarfoto.com)
Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Für etliche Milchviehhalter war es ein Jahr der Emotionen. Die Freie Milch Austria verabschiedete sich Ende März vom Rohmilchmarkt und ließ damit viele Milchbauern ohne Abnehmer stehen. Seit 2008 bediente die Freie Milch den Spotmilchmarkt. Der Ausstieg der Milchlieferanten aus den Genossenschaften sorgte in diesen Jahren für viele Emotionen. Umso schwieriger wurde etlichen „Abtrünnigen“ die Rückkehr in die Genossenschaften gemacht. Erst Ende April fanden die letzten Milchbauern ihren neuen Abnehmer. Die Angebote der Molkereien enthielten meist Preisabschläge und Verträge auf bestimmte Zeit.

Glyphosat verlängert
Emotional wurde es auch Ende des Jahres, als erst der deutsche Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt mit seinem Alleingang eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat möglich machte. Über Monaten mühte sich die EU mit dem Zulassungsverfahren von Glyphosat ab. Die EU-Mitgliedsstaaten konnten sich weder für eine Zulassung noch dagegen entscheiden. Im Berufungsausschuss am 27. November dann die große Überraschung: Deutschland stimmt für die Zulassung und ermöglicht somit die notwendige qualifizierte Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung um fünf Jahre. Zuvor hatte sich Deutschland wegen des SPD-Vetos der Stimme enthalten. Die Zustimmung führte zu Verwerfungen in der Bundesregierung und wird als Alleingang des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) betrachtet. Österreich stimmte gegen die Verlängerung.

Köstinger neue Landwirtschaftsministerin
Zwei Monate nach der Nationalratswahl im Oktober 2017 hat Österreich eine neue Regierung. ÖVP und FPÖ haben sich geeinigt. Die neue Landwirtschaftsministerin heißt Elisabeth Köstinger. Sie soll als neue Agrarressortchefin ihren Parteikollegen Ändra Rupprechter ablösen. Dieser hat im Dezember 2013 das Amt des Bundesministers für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft übernommen. Köstinger hat erst im November das Amt der Nationalpräsidentin übernommen und wechselt und übernimmt nun die Agenden Nachhaltigkeit, sprich Landwirtschaft und Umwelt, sowie Tourismus. Im Gegenzug soll der bisherige Innenminister Wolfgang Sobotka Nationalratspräsident werden.

Einen umfassenden Jahresrückblick über die landwirtschaftlichen Ereignisse in 2017 finden Sie hier.

Aktualisiert am: 26.12.2017 20:49
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