Das sagt die Bodenuntersuchung

Die Bodenuntersuchung zeigt Verteilungsfehler bei der Wirtschaftsdüngeranwendung auf und gibt Auskunft darüber, ob eine Ergänzungsdüngung notwendig ist.

Der Boden ist der „Wohnbereich“ der Wurzeln, sie müssen sich wohl fühlen können und gut an ihr „Futter“ kommen.
Der Boden ist der „Wohnbereich“ der Wurzeln, sie müssen sich wohl fühlen können und gut an ihr „Futter“ kommen.
Grundsätzlich ist für jede Flächeneinheit eine getrennte Mischprobe zu ziehen. Eine Flächeneinheit sollte 1 bis max. 2 ha groß sein. Dabei ist entscheidend, dass die Bodenbeschaffenheit, die Düngung und Nutzung auf der Fläche gleich sein müssen.

· Mind. 15-20 Einstiche je Mischprobe (ca. ½ kg).

· Keine Einstiche von untypischen Stellen (Randstreifen, Nässestellen, planierten Stellen etc.).

· Einstichtiefe - Acker ca. 20-30 cm (= Bearbeitungstiefe)
- Grünland ca. 10 cm (= Hauptwurzelzone)

· Probeziehung möglichst vor der Düngung durchführen.

· Erhebungsbogen und Probesackerl beschriften (Feldbezeichnung, Absender).

Für jene Betriebe, die im ÖPUL bei der Reduktion ertragssteigernder Betriebsmittel teilnehmen, besteht bei Ausbringung von Phosphor und Kalidünger die Verpflichtung zur Bodenuntersuchung.

Der Phosphatgehalt im Futter ist für das Tier ein wichtiges Qualitätskriterium und beeinflusst auch die Gesundheit (Resistenz) der Pflanze.

Eine ausreichende Kaliversorgung erhöht den Gehalt an Kohlenhydraten (Zucker, Stärke, Rohfaser), aber auch an Vitaminen. Magnesium ist für die Chlorophyllbildung sowie verschiedene enzymatische Aktivitäten der Pflanze wichtig.

Magnesium kann ähnlich wie Kalk ausgewaschen werden, weshalb bei Mg-Mangel magnesiumhaltige Düngekalke bevorzugt werden sollten.

Autor: Josef Galler, Salzburg


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Aktualisiert am: 18.02.2005 12:39
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