Das bringt eine kürzere Zwischenkalbezeit bei der Milchkuh

Eine fruchtbare Milchviehherde ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Milcherzeugung. Jeder zusätzliche Tag Zwischenkalbezeit führt zu einem Mindererlös von 2,50 Euro!
Die wirtschaftlichen Folgen einer verringerten Fruchtbarkeit werden in der Praxis häufig zu wenig beachtet.
Die wirtschaftlichen Folgen einer verringerten Fruchtbarkeit werden in der Praxis häufig zu wenig beachtet.
Um das Fruchtbarkeitsgeschehen einer Herde beurteilen zu können, ist die Zwischenkalbezeit (ZKZ) ein wichtiger Maßstab. Hinsichtlich einer optimalen ZKZ gibt es keinen festen Zielwert. Dieser muss immer in Abhängigkeit von der Milchleistung gesehen werden. Aber welches Ertragspotenzial kann durch die Reduktion der ZKZ erreicht werden? Hierfür wurde in einer eigenen Kalkulation eine ZKZ von 399 Tagen mit einer ZKZ von 406 Tagen über mehrere Laktationen verglichen. Dabei ergab sich ein Mehrertrag von durchschnittlich 103 kg Milch je Laktation bei sieben Tage kürzerer ZKZ. Diese zusätzliche Milchmenge ist in die wirtschaftliche Kalkulation einer geringeren ZKZ eingeflossen. So ergibt sich bei einem Milchpreis von 0,35 Euro/kg (inkl. Umsatzsteuer & Zuschläge) und zusätzlichen Kälbererlösen eine Gesamtleistung von 5,70 Euro/Tag. Hiervon sind die Kosten für die Produktion dieser Mehrmilch abzuziehen. Insgesamt kann durch die Verkürzung der ZKZ ein zusätzlicher Ertrag von 2,50 Euro/Tag bzw. von 17,52 Euro/Woche erlöst werden.

Den gesamten Artikel können Sie in der Ausgabe 8/2013 der Fachzeitschrift "Der fortschrittliche Landwirt" nachlesen.

Autor: DI Bernd LÜHRMANN, LK Osnabrück (D)

Aktualisiert am: 04.04.2013 21:00
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