Das Frühjahr – Pflanzzeit im Wald

Bei der Frühjahrspflanzung sind alle Beteiligten in hohem Zeitdruck, die Wurzel – Basis einer guten, stabilen Baumentwicklung – kommt dabei leider oft zu kurz, obwohl eine deformierte Wurzel eine oft unterschätzte Gefahr für die Stabilität darstellt.

Gut entwickelte Eschenwurzel.
Gut entwickelte Eschenwurzel.
Mit Winkelpflanzung gesetzte 32- bis 39-jährige Fichten wiesen ein hochsignifikant flacheres Wurzelwerk als die Naturverjüngung auf vergleichbarem Standort auf. Die maximale Wurzeltiefe war um 21–35 % reduziert, ebenso Anzahl und Stärke der Tiefenwurzeln. Als Folge ist bei den gepflanzten Fichten langfristig von einer geringeren Verankerung im Boden und dadurch von einer verringerten Stabilität des Einzelbaumes auszugehen.

·Je stärker die Wurzeln deformiert sind, desto extensiver und schwächer durchwachsen und erschließen sie den Wurzelraum und desto geringer ist die Wurzelentwicklung.

·Durch das verringerte Verankerungsvermögen steigt die Windwurfgefahr.

·Wurzeldeformationen regenerieren sich nur unzureichend und beeinträchtigen damit langfristig die Bestandesstabilität.

·Bei Pflanzungen konnte man selbst nach mehreren Jahrzehnten eine Verflachung der Wurzelsysteme nachweisen.

Autor: Dipl. Ing. Josef KROGGER, LK Steiermark


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Aktualisiert am: 27.03.2006 15:25
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