Das Erstkalbealter um 100 Tage reduzieren

Die Jungrinder sollen so früh wie möglich Milch geben, dennoch wird die Aufzucht des öfteren vernachlässigt. Mit der richtigen Fütterungsstrategie lässt sich das Erstkalbealter beträchtlich senken.

Bei guter Aufzucht (Stroh, Kälberfärsenkorn und ausreichend Wasser) lässt sich das Erstkalbealter beträchtlich senken.
Bei guter Aufzucht (Stroh, Kälberfärsenkorn und ausreichend Wasser) lässt sich das Erstkalbealter beträchtlich senken.
Das durchschnittliche EKA in Österreich liegt bei 30,5 Monaten und macht deutlich, das eine Senkung um 100 Tage im Durchschnitt wirtschaftlich und physiologisch sinnvoll und notwendig ist, um im Wettbewerb innerhalb der Milchviehbetriebe zu bestehen.

Vor allem die Untersuchungen der Cornell University (USA) bestätigen eindrucksvoll, dass das physiologisch optimale EKA zwischen 24 und 26 Monaten liegt. Wir haben einerseits Betriebe, für die ein derartiges Abkalbealter selbstverständlich ist. Andererseits gibt es Betriebe, deren EKA noch um einiges über 30 Monate liegt. Für jene ergibt sich ein Einsparungspotential von annähernd € 500,-Mit dem Fahrplan „Kalbinnenaufzucht“ wird der Weg vom Kalb zur Kuh deutlich. Der Fahrplan gibt Auskunft, wo und in welchem Aufzuchtabschnitt anzusetzen ist. Die gezielte Überlegung, in welchem Entwicklungsstadium welche Tageszunahmen erreicht werden können und sollten ist für eine optimale Aufzucht entscheidend.

Autor: Ing. Hans BISHOF, Judenburg


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Aktualisiert am: 19.01.2006 10:13
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