Das Doppellender-Gen in der Fleischrinder-Zucht

Ursache für extreme Bemuskelung bei einigen Fleischrinderrassen ist das sogenannte Doppellender-Gen. Die Forschung kennt heute verschiedene Mutationen dieses Gens und kann das Phänomen genau erklären:
Das Doppellendergen sorgt für extreme Bemuskelung bei manchen Fleischrinderrassen.
Das Doppellendergen sorgt für extreme Bemuskelung bei manchen Fleischrinderrassen.
Das Doppellendergen (muscular hypertrophy mh) ist ein Syndrom, welches sich bei diversen Gattungen in der Tierwelt wiederfindet. Beim Rind gibt es viele verschiedene auslösende Mutationen.

Früher wurde angenommen, dass das Syndrom auf einer einzigen Mutation beruht. Als man aber herausfand, dass das Gen (mh) sich auf dem zweiten Chromosom befindet und die Funktion des Myostatin beeinflusst, wurde klar, dass es einige verschiedene Mutationen gibt.

Schlüsselrolle: Muskelwachstumshormon
Myostatin MSTN oder GDF-8 (growth and differentiation factor 8) ist ein Protein (Eiweiß), das im Körper gebildet wird. Es hemmt das Muskelwachstum, so dass die Muskeln nicht unkontrolliert wachsen. Eine Inaktivierung der natürlichen Proteinfunktion von Myostatin führt zu überschießendem Muskelwachstum. Wenn die Funktion des Myostatin komplett außer Kraft gesetzt wird, spricht man von Muskelhypertrophie oder Doppellender.

Über die Vor- und Nachteile dieses Phänomens und die Auswirkungen auf die Rinderzucht erfahren sie in diesem Beitrag in Landwirt Ausgabe 20 von 2010 mehr.


Aktualisiert am: 12.10.2010 10:22
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