Darauf ist beim Maisanbau zu achten!

Die Bedeutung der Sortenwahl wird häufig überschätzt. Viel entscheidender sind die richtige Kulturführung wie zB die Wahl des Pflanzabstands, der Ablagetiefe und der Düngung.
Ein weiter Pflanzbestand hat fast immer Vorteile.
Ein weiter Pflanzbestand hat fast immer Vorteile.
Unsere mehrjährigen Versuche haben mittlerweile gezeigt, dass bei Körnermais ein engerer Pflanzabstand als 70 – 75 cm nur bei wenigen Sorten sinnvoll ist. Vor allem Sorten mit einem hohem Tausendkorngewicht und Neigung zur Zweikolbigkeit, wie Benicia zeigten bei einer engen Reihenweite von 35 cm Ertragsvorteile von 5 bis 6 %. In den meisten Fällen war der technische Mehraufwand bei einer Engstandsaat nicht gerechtfertigt. Anders könnte die Situation bei Silomais und Biogasmaisproduktion aussehen. Diesbezüglich werden aber noch mehrjährige Versuchsdaten abgewartet.
Hinsichtlich der Saatstärke gibt des jedoch sehr wohl einen deutlichen Einfluss auf den Ertrag. Ausgehend davon, dass ausreichend Niederschläge vorhanden sind, hat sich bei den geprüften Sorten eine Saatstärke von 90.000 Korn je ha bei einem Pflanzabstand von 70 x 16 cm bewährt. Diese Saatstärke ist jedoch in erster Linie für Sorten mit niedriger Kornzahl je Kolben zu empfehlen. Dazu zählen generell Sorten aus dem frühen Reifezahlbereich und Sorten wie zum Beispiel Kuxxar, Suarta, Parsival, Vic, DK 315- Antonio, Monalisa, PR38T27 u.a. Andere Sorten mit niedriger Kornzahl je Kolben, wie zum Beispiel Ribera können nur bedingt mit einer höheren Saatstärke geführt werden, weil sie ihren Ertrag wesentlich durch das TKM (Tausendkornmasse) ausprägt. Eine zu enge Ablage dieser Sorte würde auf Kosten der TKM gehen.


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Aktualisiert am: 10.03.2004 17:55
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