Damit es von oben trocken bleibt

Der Zahn der Zeit - Wind und Wetter - nagt auch am Dach des Bauernhauses. Soll es dicht bleiben, ist eine regelmäßige Kontrolle unerlässlich. Eine Sanierung steht aber nicht nur bei Undichtigkeiten, sondern auch bei Funktionsänderungen an.
Ist mehr als ein Viertel der Deckung schadhaft, ist eine Neueindeckung ratsam.
Ist mehr als ein Viertel der Deckung schadhaft, ist eine Neueindeckung ratsam.
Die Frage nach einer Dachsanierung stellt sich entweder beim Vorhaben, den Dachraum für Wohnzwecke zu nutzen oder weil es immer wieder zu Wassereintritten in Folge von kaputten Dachziegeln oder Dachsteinen kommt.
Ist Letzteres der Fall, genügt es, die Dachhaut und die Dachstuhlhölzer sowie die Verblechungen einer genauen Kontrolle zu unterziehen und allfällige Mängel zu beheben. Der Fachmann spricht vom Dach „übersteigen“.

Soll ein Dachausbau stattfinden, wird es meist ohne größere Eingriffe nicht abgehen. Ist nicht schon bei der Errichtung des Gebäudes ein späterer Dachausbau erwogen worden und damit mit einem so genannten „Kaltdach“ die Voraussetzung für einen nachträglichen Ausbau geschaffen worden, ist jetzt der Zeitpunkt, ein entsprechendes Unterdach einzubauen.
Bei dieser Gelegenheit sind auch alle tragenden Hölzer auf ihre Gesundheit zu überprüfen. Schadhafte, vom Hausbock oder Holzwurm befallene Elemente sind auszutauschen.
Zeigen sich bei morschen Hölzern Pilzmyzele oder Fruchtkörper und sind die befallenen Holzeile braun und würfelig gebrochen, besteht der Verdacht auf Hausschwamm. Bei diesem Verdacht sind Experten zu Rate zu ziehen, wie nun die Sanierung fachgerecht zu erfolgen hat.
Soll eine Änderung der Eindeckungsart erfolgen, sind die bestehenden Dachstuhlhölzer hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit von einem Zimmermeister überprüfen zu lassen. Beim Dachausbau kommt zum Gewicht der Dachhaut auch noch das Gewicht der Dämmung, der Beplankung und des Unterdaches hinzu.

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Aktualisiert am: 27.06.2003 11:18
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