Dänische Schlachthofmitarbeiter investieren nicht in Schweinemast

Der Vorschlag der Danish Crown-Gewerkschaftsführung, dass Mittel der Belegschaft genutzt werden sollten, um Investitionen in die Schweinemast zu fördern, wurde von den Beschäftigten abgelehnt. Danish Crown überlegt nun, wie man die Schlachtkapazitäten am besten mit dem gegenwärtig und zukünftig zur Verfügung stehenden Schlachttierangebot in Einklang bringen kann.
Die Belegschaft von Danish Crown lehnte den Vorschlag der Gewerkschaftsführung ab, in die Schweinemast zu investieren.
Die Belegschaft von Danish Crown lehnte den Vorschlag der Gewerkschaftsführung ab, in die Schweinemast zu investieren.
Der Plan der Gewerkschaftsführung von Danish Crown war, dass die Belegschaft einen Fonds von 600 Mio. dkr (80 Mio. Euro) speist. Mit diesem Geld sollten Investitionen in die Schweinemast gefördert werden. Dadurch sollten Arbeitsplätze in der Schlachtbranche gesichert werden. Hintergrund ist, dass durch die sinkende Kapazitätsauslastung der Schlachthöfe stetig Arbeitsplätze verloren gingen. Aber die Beschäftigten erteilten diesem Plan eine Absage. Das Unternehmen teilte mit, dass bei der Abstimmung unter den rund 6.000 Mitarbeitern keine Mehrheit für diesen "visionären Vorschlag" entstand.

Danish Crown enttäuscht
Der Gewerkschaftsführer Lars Mose zeigte sich enttäuscht: "Wir haben wirklich gehofft, dass unsere Kollegen diese Initiative zur Sicherung unserer Arbeitsplätze unterstützen“. Eine ähnliche Reaktion kam von der Unternehmensführung. Im Prinzip sei es nicht die Aufgabe der Schlachthofmitarbeiter, sich in der Schweineproduktion zu engagieren, doch gebe es eine starke Relation zwischen den in Dänemark erzeugten Schlachtschweinen und der Zahl von Arbeitsplätzen im Unternehmen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Erik Bredholt. Nach seiner Einschätzung steigt nun die Wahrscheinlichkeit, weitere Jobs in der dänischen Schlachtbranche zu verlieren. Er kündigte an, dass Danish Crown in den nächsten Monaten entscheiden werde, wie es seine Schlachtkapazitäten am besten mit dem gegenwärtig und zukünftig zur Verfügung stehenden Schlachttierangebot in Einklang bringen werde.

Aktualisiert am: 24.09.2013 09:09
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