Dänemarks Schweinemast lohnt sich immer weniger

Die dänischen Ferkelerzeuger sind führend bei der Aufzucht von Ferkeln. Die Mastschweinehalter Dänemarks leiden laut einer Studie aber unter Wettbewerbsnachteilen.
Die Mastschweinehaltung in Dänemark lohnt sich laut einer Studie immer weniger.
Die Mastschweinehaltung in Dänemark lohnt sich laut einer Studie immer weniger.
Eine Kreditklemme am dänischen Markt, die hohe Nachfrage deutscher Abnehmer und schlechte Förderbedingungen für Biogas machen die Schweinemast in Dänemark immer unattraktiver. Das sind die wichtigsten Schlussfolgerungen einer Untersuchung, die das dänische Landwirtschaftsministerium angesichts zunehmender wirtschaftlicher Verwerfungen am eigenen Schweinemarkt und stetig wachsender Ferkelexporte in Auftrag gegeben hat. Wie das Kopenhagener Agrarressort vergangene Woche mit Blick auf die Studie mitteilte, sind die dänischen Schweineproduzenten europaweit führend bei der Aufzucht von Ferkeln. Die Haltung von Mastschweinen leide jedoch unter einer ganzen Reihe von Wettbewerbsnachteilen, was in den vergangenen Jahren zu einem enormen Anstieg der Ferkelausfuhren, insbesondere nach Deutschland, geführt habe.
„Nachdem die Probleme am Schweinemarkt nun identifiziert sind, müssen wir uns auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Schweinemäster konzentrieren“, stellte die dänische Landwirtschaftsministerin Mette Gjerskow bei der Vorstellung des Untersuchungsberichts fest. Sie lade die Branchenvertreter ein, gemeinsam mit der Regierung nach Lösungen zu suchen, wie die Wertschöpfung künftig wieder stärker im Inland konzentriert werden könne. Die dänische Branchenorganisation Landbrug & Fødevarer (L&F) begrüßte den Vorschlag der Ministerin und präsentierte gleich einen ganzen Katalog an Verbesserungsvorschlägen.

Aktualisiert am: 22.01.2013 11:03
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