DLG-Wintertagung 2013

Die DLG-Wintertagung 2013 findet dieses Jahr in Berlin statt. Unter dem Titel "Landwirtschaft im Konflikt mit der Gesellschaft" will die DLG Möglichkeiten diskutieren, wie die Landwirtschaft ihr Image in der Gesellschaft verbessern kann.
Der DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer betonte, dass die Landwirtschaft der zunehmenden Skepsis vieler gesellschaftlicher Schichten mit klarer Transparenz und hoher Glaubwürdigkeit begegnen müsse.
Der DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer betonte, dass die Landwirtschaft der zunehmenden Skepsis vieler gesellschaftlicher Schichten mit klarer Transparenz und hoher Glaubwürdigkeit begegnen müsse.
Landwirtschaft im Konflikt mit der Gesellschaft. Das ist der Titel der DLG-Wintertagung 2013 in Berlin. Der Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) Carl-Albrecht Bartmer betonte in seiner Auftaktrede: „Der zunehmenden Skepsis der Gesellschaft gegenüber modernen Produktionsmethoden muss die Landwirtschaft mit klarer Transparenz und hoher Glaubwürdigkeit sowie mit Dialogbereitschaft offensiv begegnen. Nur so können Vertrauen und die Wertschätzung aufgebaut werden, die der dynamische Sektor Landwirtschaft braucht, um zukunftsfähig zu sein.“ Für mehr Akzeptanz müsse man aber nicht nur mehr und besser kommunizieren, die Landwirtschaft müsse ihre Arbeit auch substantieller auf ihre Nachhaltigkeit prüfen lassen, so Bartmer.

Landwirtschaft sollte Dialog führen
Positive Bilder von der Landwirtschaft müsse man vor allem bei jungen Leuten verankern. Diese würden nach wie vor viel zu wenig von realen Betrieben wahrnehmen, wie eine Emnid-Umfrage vom März 2012 verdeutliche. So würden die 14- bis 19-Jährigen der Landwirtschaft insbesondere im Fernsehen begegnen. Weiterhin wichtig seien das Radio und die Tageszeitung. Hier gelte es für die Landwirtschaft, so Bartmer, sich verstärkt diesen „Multiplikatoren“ zuzuwenden. Die Ergebnisse des jüngsten DLG-Trendmonitors zeigen, dass bereits heute etwa ein Drittel der befragten Landwirte den Dialog mit Medien, aber auch mit Vertretern aus Parteien, Umwelt- und Tierschutzorganisationen führen. „Diese Pfade müssen weiter ausgebaut werden“, forderte der DLG-Präsident.

Bauernhof über Internet vorstellen
Wenn sich eine zunehmend urbaner werdende Gesellschaft in ihren Ansprüchen, aber auch in ihrem Kommunikationsverhalten ändert, müsse sich das Instrumentarium der Landwirte anpassen. „Wir müssen uns auch auf dem Wege des Internets und der Social Media auf die Gesellschaft zubewegen“, zeigte sich Bartmer überzeugt. Drei von vier Deutschen würden heute das Internet nutzen. „Bilder und Informationen über den Betrieb, darüber, was im Moment auf den Feldern gemacht wird sowie Informationen über das, was die Landwirtsfamilie sorgt und was sie freut, eben was das regionale Umfeld interessiert, können helfen, Verständnis und Vertrauen zu wecken. „Wenn nur jeder dritte Landwirt in Deutschland so ein Medium nutzt, haben wir 100.000 Sprecher und Multiplikatoren, die für Akzeptanz von moderner nachhaltiger Landwirtschaft als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung werben“, erklärte der DLG-Präsident. Es sei an der Zeit, „dass wir unser Selbstbild als Unternehmer neben der Beherrschung von Produktionstechnik und ökonomischer Finesse um diesen Faktor erweitern.“

Aktualisiert am: 16.01.2013 16:20
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