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Cornelia Höllmüller ist bäuerliche Unternehmerin 2011

Bereits zum zweiten Mal zeichnete die Landwirtschaftskammer OÖ bei der Rieder Messe oberösterreichische Bäuerinnen aus, die sich auf übernommenen landwirt-schaftlichen Betrieben mit ihren Fähigkeiten selbst einen Arbeitsplatz geschaffen haben.
Die Auszeichnungen wurden von Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, LK OÖ-Präsident ÖR Hannes Herndl und der Vorsitzenden des Bäuerinnenausschusses, ÖR Annemarie Brunner, überreicht.
Die Auszeichnungen wurden von Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, LK OÖ-Präsident ÖR Hannes Herndl und der Vorsitzenden des Bäuerinnenausschusses, ÖR Annemarie Brunner, überreicht.
Bäuerliche Unternehmerin 2011 ist Mag. Cornelia Höllmüller aus Auberg im Bezirk Rohrbach, die sich auf Bio-Legehennenhaltung spezialisiert hat.
"Mit dem Wettbewerb ‚Die bäuerliche Unternehmerin’ werden erfolgreiche Betriebsführerinnen ausgezeichnet, die Kreativität und Mut zum Einstieg in die Landwirtschaft bewiesen haben“, so Landwirtschaftsminister Berlakovich.

Der Wettbewerb wurde 2009 von der Vorsitzenden des Bäuerinnenausschusses der Landwirtschaftskammer OÖ, LAbg. Ökonomierätin Annemarie Brunner, erstmals in Österreich ins Leben gerufen. „Wir wollen zeigen, dass Frauen selbstständig ihre Höfe weiterentwickeln und ihre berufliche Zukunft in der Landwirtschaft sehen. Bäuerinnen setzen Ideen mit Realitätssinn um und sichern sich dadurch ihren Arbeitsplatz zu Hause. Umfragen zeigen, dass Bäuerinnen bei ihrer Tätigkeit vor allem die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie schätzen. Sie haben ihren Arbeitsplatz am Wohnort und wissen, dass dies vor allem bei der Kinderbetreuung ein Vorteil ist“, erläutert Brunner.

„Die Auszeichnungen für bäuerliche Unternehmerinnen sind ein Zeichen für die Lebendigkeit der Landwirtschaft. Immer mehr gut ausgebildete Frauen sehen die Marktchancen und sichern sich so ihr Einkommen“, betont Präsident ÖR Hannes Herndl.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben konnten sich Bäuerinnen, die einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb oder einen Betriebszweig in Oberösterreich führen. Der land- oder forstwirtschaftliche Betrieb bzw. Betriebszweig muss innovativ und nachhaltig geführt werden und über eine solide wirtschaftliche Basis verfügen. Insgesamt haben sich 16 Bäuerinnen am Wettbewerb beteiligt. Die vierköpfige Jury vergab einen ersten und zweiten Preis und einen Sonderpreis.

Die Preisträgerinnen

Erster Preis:
Mag. Cornelia Höllmüller, Auberg, Bezirk Rohrbach

Cornelia Höllmüller, 30 Jahre, HAK-Matura, zwei Jahre Bankangestellte, Studium der Wirtschaftspädagogik und derzeit im Meisterkurs für biologischen Landbau, den sie 2012 abschließen wird. Höllmüller lebt in einer Lebensgemeinschaft und hat ein Kind.

Der elterliche Betrieb war bis 2005 wegen des plötzlichen Todes von Cornelias Vaters verpachtet. Im Mai 2007 übernahm Cornelia Höllmüller selbst den Betrieb und baute eine Wohnung für sich, ihre Tochter (1,5 Jahre) und Lebensgefährten Andreas Beißmann aus. Die landwirtschaftliche Fläche war vorhanden, doch keine Maschinen, daher suchte sie nach einem Betriebszweig, der „maschinenunabhängig“ sein sollte.
Die Wahl fiel auf die Bio-Legehennenhaltung und im Mai 2010 kamen nach dem Stallneubau 6000 Hühner, die sich über sechs Hektar angrenzenden Freilauf freuen, auf den Hof.
Vermarktet werden die Eier über einen Großabnehmer, Geschäfte in der Region, samstags am Markt und eine Eierhütte am Hof, in der sich die Kunden selbst bedienen können. In Kooperation mit einem anderen Betrieb werden Bio-Eierteigwaren hergestellt, um die Produktpalette zu erweitern. Auch Honig wird angeboten.
„Ich möchte zeigen, dass man mit viel Mut, Einsatz und Leidenschaft einen Traum verwirklichen kann, denn mit Hilfe der Liebe zur Natur, den Tieren und der Landwirtschaft wurde aus dem aufgelassenen Betrieb meines verstorbenen Vaters wieder ein Vollerwerbsbetrieb“, so Cornelia Höllmüller.

Zweiter Preis:
Regina Grabmayr, Prambachkirchen, Bezirk Eferding

Regina Grabmayr, 44 Jahre, Handelsschule, landwirtschaftliche Facharbeiterprüfung und Unternehmerprüfung und zahlreiche Weiterbildungen, 15 Jahre Verwaltungsassistentin,
verheiratet, zwei Kinder

1995 heiratete Regina Karl Grabmayr in Prambachkirchen, der einen Milchviehbetrieb im Nebenerwerb bewirtschaftete. Sie entschieden sich für die Direktvermarktung von Schulmilch und gaben die außerlandwirtschaftlichen Berufe auf.
Das Management und die Arbeit am Betrieb liegt bei Regina Grabmayr, da ihr Mann neben der Tätigkeit am Hof auch in der Gemeindepolitik und in der Interessenvertretung engagiert ist. Wichtig war Regina, dass der Vollerwerb nicht durch Größenwachstum, sondern durch mehr Wertschöpfungstiefe erreicht werden konnte. Seit 1995 wird Schulmilch vermarktet und zwar an 21 Schulen und neun Kindergärten. Das heißt, dass täglich 200 bis 250 Liter Milch vermarktet werden und 1200 bis 1500 Schülerinnen und Schüler Schulmilchprodukte vom Hof der Grabmayrs genießen können.
„Ich arbeite gerne auf unserem Hof und bin gleichzeitig bei meiner Familie. Durch eine schlanke Urproduktion, Auslagerung von Arbeiten an den Maschinenring sowie Einbau eines Melkroboters gibt es auch noch Zeit für Familie und Freizeit“, so Regina Grabmayr.

Sonderpreis:
Johanna Schiller, Traberg, Bezirk Urfahr-Umgebung

Johanna Schiller, 52 Jahre, Lehre Einzelhandelskauffrau, fünf Jahre tätig als Textilverkäuferin und in einem Speditionsbüro, verheiratet, drei Kinder

1983 heiratet Johanna Schiller den Landwirt Johann, der einen Milchwirtschaftsbetrieb führte. 1985 kam der mehrfach behinderte Sohn Martin auf die Welt, den Johanna Schiller seither pflegt sowie auch die beiden Schwiegereltern bis 2001 bzw. 2010 und noch eine unverheiratete Schwester des Schwiegervaters bis 1999. Im Jahr 2009 entschloss sich Johanna Schiller zusätzlich zu ihrer Pflege und zur Mitarbeit am Betrieb, die Meisterausbildung zu machen, die sie erfolgreich im Jahr 2011 abschloss.

In ihrer Projektarbeit thematisierte Schiller die Mehrfachbelastung der Bäuerin, wenn Pflege – oft auch von mehreren Personen gleichzeitig – zu Hause geleistet wird. „In der Projektarbeit konnte ich die Erfahrungen aus meinen bisher 26 Pflegejahren niederschreiben. Dies war für mich insofern eine große Erleichterung, weil ich dadurch diese Lebensaufgabe als Leistung betrachten konnte“, so Johanna Schiller. Der Abschluss der Meisterprüfung ist für die Bäuerin ein wichtiger Beweis, nicht nur pflegen zu können.

Die Jury will mit der Verleihung des Sonderpreises an Johanna Schiller einen besonderen Fokus auf die jahrzehntelange Pflegearbeit lenken, die Frauen zusätzlich zu ihrer Arbeit, unentgeltlich leisten.


Aktualisiert am: 09.09.2011 13:37
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