Coop akzeptiert zwei Alternativen zur bisherigen Ferkelkastration

Der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporc unterstützt eine rasche Umsetzung der von Coop akzeptierten Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration, berichtet agrarheute.com.
In der sogenannten Elefantenrunde vom 20. Juni hat die gesamte Wertschöpfungskette der Schweineproduktion die Stoßrichtung für das weitere Vorgehen bei den Alternativen zur bisherigen Ferkelkastration festgelegt. Sowohl die Inhalationsnarkose wie auch die Impfung gegen Ebergeruch werden im Labelprogramm Coop Naturafarm akzeptiert und die Umsetzung erfolgt bis Mitte 2009. Das teilt Suisseporc in einer Presseinformation mit. Das gesetzliche Verbot der betäubungslosen Kastration ist erst zum 1. Januar 2010 vorgesehen.

Die Produzenten im Integrationsprogramm Coop Naturafarm könnten wählen, mit welcher Methode sie künftig arbeiten wollen. Damit sei eine der wichtigsten Forderungen der Produzenten, "Wahlfreiheit und kein Anbietermonopol", zumindest in einem Segment erfüllt, schreibt Suisseporc. In den übrigen Marktbereichen sei bis zur Klärung noch offener Fragen nur die Inhalationsnarkose akzeptiert. So werde beispielsweise die Micarna SA bis auf Weiteres keine geimpften Tiere übernehmen. In den nächsten Monaten werde ProSchwein die offenen Fragen bei der Impfung bezüglich Deklaration, Qualitätssicherung (Endkontrolle im Schlachthof), und Export abklären und laufend informieren.

Weitere offene Fragen ergeben sich bezüglich Management und Logistik, auch diese müssen sauber geklärt werden, heißt es weiter. Zudem liefen aktuell die Versuche mit der Injektionsnarkose. Diese Ergebnisse müssten abgewartet werden. Die übrigen Kriterien, welche die Produzenten an die Alternativen gestellt hätten, seien großmehrheitlich erfüllt: beide Methoden brächten eine deutliche Verbesserung des Tierwohls, seien praktikabel, je nach Betriebsgröße wirtschaftlich tragbar und führten zu keiner Beeinträchtigung der Fleischqualität.

Die Suisseporcs unterstützt eine rasche Umsetzung. Die Einführung der akzeptierten Methoden müsse jedoch in jedem Fall schrittweise und geordnet erfolgen. Coop werde sowohl die Inhalationsnarkose und die Impfung innerhalb eines Jahres im Labelprogramm Coop Naturafarm umsetzen. Die CNf-Produzenten könnten ab sofort die für ihren Betrieb geeignete Methode anwenden. In den übrigen Marktsegmenten sollen nur jene Produzenten, die von der Inhalationsnarkose überzeugt sind, das Gerät beschaffen und die Ausbildung so rasch wie möglich absolvieren, empfiehlt Suisseporc. Produzenten, welche diese Methode nicht umsetzen könnten oder wollten, sollten warten bis die offenen Fragen geklärt sind.

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Aktualisiert am: 30.06.2008 17:12
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