Claas(e) für Österreich

Mit dem neuen Claas Traktor Arion 400 will Claas in Österreich auch bei den Traktoren Fahrt aufnehmen. Die Claas-Verantwortlichen in Österreich sprechen von einer „Kampfmaschine“. Ob der neue Arion das Zeug für einen Kämpfer hat, sagt Ihnen unser Fahrbericht.
Unter der einteiligen, senkrecht aufklappbaren Motorhaube brummt ein PowerTech Plus-Motor von John Deere mit 2-Ventiltechnik.
Unter der einteiligen, senkrecht aufklappbaren Motorhaube brummt ein PowerTech Plus-Motor von John Deere mit 2-Ventiltechnik.
Claas ist mittlerweile das sechste Jahr mit Traktoren auf dem österreichischen Markt. Die ersten drei Jahre legte die Marke Claas bei den zugelassenen Neutraktoren jeweils rund 1 % an Marktanteilen zu. Danach ging es ebenso wieder schnell bergab. Die aktuelle Zulassungsstatistik führt Claas an der 12. Stelle mit einem Marktanteil von 1,2 %. Mit dem neuen Arion 400 will Eibl & Wondrak – Claas Importeur in Österreich – mit seinen Händlern nun neu durchstarten. „Mit dem neuen Arion 400 haben wir von Claas eine Maschine bekommen, die technisch genau für die österreichischen Betriebstrukturen passt. Zudem konnten wir uns mit Claas auf ein äußerst attraktives Preis-/Leistungsverhältnis einigen, mit dem wir in diesem heißumkämpften Marktsegment mitmischen können“, sagt Ing. Franz Baum, Verkaufsleiter bei Eibl & Wondrak.
Erste Fahreindrücke vom neuen Arion konnte „Der fortschrittliche Landwirt“ auf dem Betrieb Haberl in Wald am Schoberpass (Stmk) sammeln.

Arion-Kabine
Die Kabine ist identisch mit den größeren Schwesterbaureihen Arion 500 und 600. Die Bedienphilosophie entspricht weitgehend der des Vorgängermodells Ares 557. Um den Lärmpegel weiter zu reduzieren haben die Claas-Konstrukteure die Glasstärke der Arion-Kabine von 6 mm auf 8 mm erhöht und zum Motor hin eine zusätzliche Dämmwand verbaut. Die Kabine ist gummigelagert, die bekannte 4-Punkt-Kabinenfederung bzw. eine Vorderachsfederung wie beim Arion 500 oder 600 gibt es beim 400er nicht. Die Lenksäule lässt sich in Neigung und Höhe verstellen. Sowohl der Fahrer-, als auch der Beifahrersitz haben einen Sicherheitsgurt.
Wer viel mit dem Frontlader arbeitet, kann anstelle des Hubdaches eine Glasdachlücke ordern. Einen passenden Frontlader vom französischen Hersteller Mailleux gibt es ab Werk.
Die CIS-Traktoren haben serienmäßig Teleskopspiegel, einen Innenspiegel sowie einen Heckscheibenspiegel, weiters eine manuelle Klimaanlage, ein Getränke-Kühlfach unter der Lenksäule und zahlreiche Arbeitsscheinwerfer hinten und vorne. Eine ausstellbare Frontscheibe gibt es beim Arion 400 nicht.
Der Arion 400 hat mit 2,56 m denselben Radstand wie der Arion 500. Das Gesamtgewicht gibt der Hersteller mit etwa 4.500 kg an.

Fazit
Mit dem Arion 400 greift Claas in Österreich in einem der bedeutendsten PS-Segmente an. Die technische Performance des Arion entspricht dem heutigen Standard in dieser PS-Klasse. Zwei Ausstattungspakete „Standard“ und „CIS“ sollen die Maschinen für die unterschiedlichen Ansprüche der Grünland- und Ackerbaubetrieb abdecken. Es bleibt abzuwarten, in welche Liga sich Claas mit dem Arion 400 am österreichischen Traktorenmarkt vorkämpfen kann: 1 %, 3 % oder mehr?

Landwirt-Tipp
Weitere Infos, Bilder und ein Video vom Claas Arion 430 finden Sie auf unserer Homepage: www.landwirt.com/landtechnik

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 21.09.2009 15:27
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