Circoviren - so lassen sie sich wirksam bekämpfen

Circoviren stellen in Österreichs Betrieben ein großes Gesundheitsproblem dar. Die Suche nach wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen war bisher wenig erfolgreich. Der Einsatz eines Impfstoffs lässt nun leise Hoffnung aufkeimen.
Anfang Mai konnte in Österreich erstmals ein Impfstoff gegen Impfstoff gegen Circovirus assozierte Krankheitsbilder (PMWS/PDNS) in österreichischen Schweinezuchtbetrieben eingesetzt werden.
Anfang Mai konnte in Österreich erstmals ein Impfstoff gegen Impfstoff gegen Circovirus assozierte Krankheitsbilder (PMWS/PDNS) in österreichischen Schweinezuchtbetrieben eingesetzt werden.
Bei Circoviren handelt es sich mit einer Größe von 17 nm Durchmesser um die kleinsten bekannten Viren (DNA-Viren) bei Säugetieren.

Welches Desinfektionsmittel wirkt?
Sie gelten als sehr widerstandsfähig und sind daher äußerst schwierig im Rahmen von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zu beherrschen. Desinfektionsmittel der Wahl beinhalten Glutaraldehyde, quarternäre Ammoniumverbindungen oder hochwirksame Peroxidverbindungen (zB Virkon S®) als wirksame Komponenten. Produkte auf Alkohol- oder Chlorhexidinbasis gelten hingegen als schlecht wirksam. Vor dem Einsatz eines Desinfektionsmittels müssen daher genau Informationen über die Wirksamkeit eines Produktes gegenüber PCV2 vorliegen (DVG-Liste für Desinfektionsmittel).

Während bei PMWS eindeutig geklärt ist, dass PCV2 als infektiöse Ursache zu betrachten ist, ist dies bei PDNS bis heute nicht eindeutig geklärt. Bei letzterem wird nach wie vor an der Pathogenese (Gesamtheit der Erkrankungsfaktoren) für die krank machenden, (auto)immunvermittelten Prozesse intensiv geforscht.

PCV2 assoziierte Krankheiten verursachen in der österreichischen Schweineproduktion große wirtschaftliche Verluste und stellen neue Herausforderungen an Tierärzte und Landwirte dar. Die exakte Diagnose, die Bewertung von Gefahrenmomenten im Infektionsgeschehen, die Optimierung des Managements, die Einschätzung von Möglichkeiten zur individuellen Krankheitskontrolle und letztendlich die Erstellung betriebsspezifischer Konzepte führen zur Gesunderhaltung auf prophylaktischem Weg.

Autor: Dr. Thomas VOGLMAYR, Traunkreis Vet Clinic, Ried


Aktualisiert am: 07.07.2006 11:12
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