Chronische Euterentzündungen -Zellzahl-Probleme strategisch lösen

Das Thema ist alt – aber immer noch aktuell. Klar ist: Die Lösung liegt vor allem im Melk-Management, der Tierarzt kann nur unterstützen.

Zitzen mit deutlicher Verhornung durch defekte Melktechnik
Zitzen mit deutlicher Verhornung durch defekte Melktechnik

Das schwächt die Immunabwehr im Euter
Kurz gesagt: alles was den Körper schwächt und alles, was dem Tier Stress bereitet. Dazu zählt eine nicht leistungs- oder wiederkäuergerechte Fütterung, ein schlechtes Stallklima, Klauenprobleme sowie eine das Tier in seinen natürlichen Bewegungswünschen einengende Aufstallung. Nicht vergessen darf man auch die negative Auswirkung, die eine Betreuungsperson mit furchteinflößenden Umgangsformen auf das Wohlbefinden des Tieres ausübt.
Wie man sieht, ist die Immunabwehr ein sehr empfindlicher Vorgang. Und alles, vom verschimmelten Futter bis zur hohen Schadgaskonzentration in der Stallluft, hat in Folge seine negativen Auswirkungen auf die Zellzahl. Eine gute Möglichkeit zur Stärkung der Immunitätslage eines Bestandes, und damit der Verbesserung der Eutergesundheit, ist die Anwendung von herdenspezifischen Homöopathina, deren Auswahl aber – um einen Erfolg zu ermöglichen – unbedingt durch eine fachkundige Person erfolgen sollte.
Langwierige Zellzahlprobleme haben ihre Ursache in chronischen Euterentzündungen, die sowohl bakteriellen als auch seltener mechanischen Ursprungs sind. Das Erkennen der das Problem auslösenden Ursachen und ihre Behebung sind die Voraussetzung für eine Verbesserung der Zellzahl in der Herdenmilch.

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Aktualisiert am: 19.11.2003 13:54
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