Chinas Biozertifikate nicht mehr glaubwürdig

Laut einem Bericht von Peoples Daily online sind die Zertifikate der Bioprodukte in China nicht mehr glaubwürdig, zu leichtfertig werden Lebensmittel mit Biolabels ausgelobt.
In China kann man sich Biozertifikate mit geringem Aufwand kaufen. Foto: Florentine  / pixelio.de
In China kann man sich Biozertifikate mit geringem Aufwand kaufen. Foto: Florentine / pixelio.de
Bioprodukte sind in China zu einer festen Größe geworden. Die Konsumenten nehmen einen Mehrpreis von bis zu 300 % in Kauf um dafür biologische Lebensmittel zu bekommen. Den Chinesen ist dabei aber nicht klar, was eine Biozertifizierung bedeutet, ihnen sind Rückstofffreie Lebensmittel viel wichtiger. Gründe dafür sind die vielen Skandale in jüngster Zeit. Die Zeitung Xinhua hat aufgedeckt, dass es nur einige tausend Dollar benötigt um eine „grüne“ Zertifizierung für ein Produkt zu erhalten. Ein Nachweis für die biologische Wirtschaftsweise ist dabei nicht notwendig. Die unlauteren Zertifizierungsbehörden profitieren von der schwachen Gesetzgebung. Startet man eine Suche mit der chinesischen Suchmaschine Baidu, findet man Behörden, die schnell und leichtfertig die grüne Zertifizierung vergeben. Diese wiederum warten nicht darauf, im Internet gefunden zu werden, sondern werben aktiv um neue Kunden. So werden Landwirte regelrecht belästigt, ihre Produkte nachzugrünen. Derzeit gibt es 24 anerkannte Zertifizierungsbehörden in China. Der Biomarkt tut sich jedoch sehr schwer sich zu entwickeln, da es noch viele Defizite in verschiedenen Bereichen gibt. Nach offiziellen Angaben gibt es noch keine Lösung für den Etikettenschwindel. Mit ein Grund dafür sind vier verschiedene staatliche Behörden, die in die Produktion und dem Verkauf von Bioprodukten involviert sind. Dabei weiß oft die eine Behörde nicht, welche Aufgaben sie hat, bzw. welche von einer anderen übernommen werden.


Aktualisiert am: 29.11.2011 14:49
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