Cercospora beticola gefährdet Rübenproduktion

Die weltweit am häufigsten auftretende Blattkrankheit an Zuckerrüben, Cercospora beticola, bedroht die österreichische Rübenproduktion.
Das Schadbild der Cercospora-Infektion äußert sich in 2-3 mm großen, runden Flecken mit rotbraunem Rand auf den Zuckerrübenblättern, die bei stärkerem Befall zusammenfließen.
Das Schadbild der Cercospora-Infektion äußert sich in 2-3 mm großen, runden Flecken mit rotbraunem Rand auf den Zuckerrübenblättern, die bei stärkerem Befall zusammenfließen.
Das massive Auftreten dieser Pilzinfektion hinterließ im österreichischen Zuckerrübenanbau 2009 einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als 5 Mio. Euro. Der Berufsverband "Die Rübenbauern" startet nun rechtzeitig vor dem Frühjahrsanbau 2010 eine breitflächige Informations- und Beratungskampagne. Die Cercospora-Offensive verfolgt einen Dreistufenplan: Infektionsrisiko vorbeugend minimieren, Bestände genau kontrollieren und im Infektionsfall gezielt bekämpfen.

Infektion und Schaden
Cercospora beticola reduziert durch eine Verringerung der photosynthetisch aktiven Blattfläche die Assimilation der Pflanze und Zuckereinlagerung. Die Übertragung der Krankheit erfolgt im Frühstadium entweder durch Sporen, die von Rübenfeldern des Vorjahres oder von Geräten in den Bestand eingebracht werden, oder im späteren Vegetationsverlauf von Rübenbestand zu Rübenbestand. Feucht-heißes Wetter begünstigt die Infektion. Der Krankheitsbefall wird nach dem sogenannten Blattschluss evident, wenn im Sommer die Blätter der Rübenpflanzen soweit gewachsen sind, dass sie einander in benachbarten Reihen überlappen. Der langsam verlaufende Epidemiebeginn erlaubt es, mit einer wöchentlichen Bestandskontrolle den idealen Bekämpfungstermin zu bestimmen. Das Schadbild der Cercospora-Infektion äußert sich in 2-3 mm großen, runden Flecken mit rotbraunem Rand auf den Zuckerrübenblättern, die bei stärkerem Befall zusammenfließen. Schon im Spätsommer und Frühherbst zeigen die befallenen Rübenbestände einen herbstlichen Braunton. Treten 5 bis 60 % Blattflächenverlust ein, kann man zur Ernte von einem Ertragsverlust in der halben Höhe dieses Prozentsatzes ausgehen.


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Aktualisiert am: 26.01.2010 17:08
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