CLAAS geht mit dem Regionalzentrum Austria & Adria neue Wege

Claas geht seit Oktober dieses Jahres eigenständige Wege in Österreich. Auf der Austro Agrar in Tulln präsentierte sich das Regionalzentrum Austria & Adria erstmals der breiten Öffentlichkeit.
Wir baten den Regional Direktor für Mitteleuropa, Jens Skifter, und den Leiter des neuen Regionalzentrums Austria & Adria, Hubertus Küsters, zu einem Gespräch über die Zukunft von Claas in Österreich.

Hubertus Küsters, Leiter Regionalzentrum Austria & Adria
Hubertus Küsters, Leiter Regionalzentrum Austria & Adria
Der fortschrittliche Landwirt: Was sehen Sie als die größten Herausforderungen in Ihrem neuen Job, Herr Küsters?
Hubertus Küsters: Das sind im Wesentlichen drei Bereiche: der Aufbau unserer neuen Heimat in Spillern, des Teams und eines Händlernetzes. Der Sitz des Regionalzentrums Austria & Adria ist Spillern bei Stockerau. Dort haben wir ein Bürogebäude und eine Halle angemietet. Von dort stellen wir die technische Ausbildung für Monteure und Mechaniker aber auch Trainings für den Vertriebsbereich sicher. Zudem wollen wir in Spillern zur Ernte 2012 ein regionales Ersatzteilzentrum in Betrieb nehmen.
Mit dem Aufbau des Teams haben wir am 1. Oktober dieses Jahres begonnen. Etablierte, gut ausgebildete Spezialisten sorgten in dieser Startphase für einen reibungslosen Kundendienst und eine gesicherte Ersatzteilversorgung. Unser Team ist mittlerweile gewachsen. Wir haben heute ein schlagkräftiges Verkaufsteam an Bord. Der Aufbau des Teams ist mir besonders wichtig, da es letztendlich die Menschen sind, die das Geschäft ausmachen.
Auch beim Aufbau des Händlernetzes sind wir in den letzten drei Monaten vorangekommen. In den Adria-Ländern haben wir schon ein fast lückenloses Händlernetz. In Österreich haben wir einige Vertragspartner und Regionalhändler an Bord.

Jens Skifter, Regional Direktor Mitteleuropa
Jens Skifter, Regional Direktor Mitteleuropa
Der fortschrittliche Landwirt: Ihr bisheriger Importeur Eibl & Wondrak war mit der Erntetechnik überaus erfolgreich, konnte aber mit den Traktoren nie richtig Fuß fassen. Welche Marktanteile streben Sie bei den einzelnen Produktgruppen für die nächsten Jahre an, Herr Skifter?
Jens Skifter: Vorweg unsere Europäische Perspektive: Die Ansätze sind in allen Ländern Europas identisch. In Deutschland liegt unser Marktanteil bei Traktoren über 50 PS bei etwa 9 %, bei Mähdreschern liegen wir europaweit bei 42 %. Bei selbstfahrenden Feldhäckslern liegen wir sogar bei fast 60 % Marktanteil weltweit. Jeder Handelspartner, der unter diesen Marktanteilen liegt, zieht unseren Durchschnitt nach unten (Skifter lacht). D.h., das ist das Minimum. Wir sehen aber auch im Bereich der Pressen und Futtererntemaschinen große Potenziale. In Regionen mit starken Handelspartnern liegen wir mit den Rundballenpressen bei über 20 % Marktanteil, mit den Quaderballenpressen bei mehr als 10 % und bei Futtererntemaschinen auch über 20 %. Mit den richtigen Partnern wollen wir diese Werte auch flächendeckend in Österreich erreichen.

Das gesamt Interview mit den Claas Repräsentanten Küsters und Skifter können Sie in der Ausgabe 01/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ lesen.

Aktualisiert am: 21.12.2011 23:21
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