Burgenland: Winzer rechnen heuer mit 25% Ernteeinbußen

Nach den ersten Leseergebnissen korrigiert die Landwirtschaftskammer Burgenland die Zahlen der Statistik Austria, die bei der heurigen Weinernte von einem Minus von 13% gegenüber dem Rekordjahr 2008 ausgeht, weiter nach unten. Den LK-Angaben zufolge ist mit Ertragseinbußen von mindestens 25% zu rechnen.
Die burgenländischen Winzer rechnen heuer mit Einbußen bis zu 25 %.
Die burgenländischen Winzer rechnen heuer mit Einbußen bis zu 25 %.
Mengenmäßig dürfte die Ernte 2009 den heimischen Bedarf abdecken, heißt es in einer Aussendung. Österreichweit wird mit 2,4 bis 2,6 Mio. hl Wein gerechnet. Im Vorjahr waren es 3 Mio. hl. Ob die Vorhersagen auch tatsächlich eintreffen, hängt nun von den Witterungsverhältnissen zur Lese ab. Weinhauern, die gut in die Ernte starten wollen, bietet das Beratungslabor Burgenland (BLB) dieses Jahr wieder die "Reifemessung" an.

Umfangreiches Leistungsangebot des BLB
Bei der "Reifemessung" werden die Parameter °KMW (Grade Klosterneuburger Mostwaage), pH-Wert, Gesamtsäure g/l (tritierbare Säure) sowie das Verhältnis von Äpfel-/Weinsäure untersucht. Für die Analyse werden eine repräsentative 100-Beerenprobe beziehungsweise 0,25 l Saft benötigt. Die Kosten betragen EUR 9,90. Daneben bietet das BLB eine Vielzahl weiterer Untersuchungen an, wie freier und gesamter Schwefel, Eiweiß- und Eisenstabilität, titrierbare Säure, Äpfelsäure, Alkohol usw. Zur Kontrolle des biologischen Säureabbaus wird das Kombipaket "Säurestatus" zum Preis von EUR 13,90 angeboten. Dieses enthält pH-Wert, titrierbare Säure, Äpfel-, Wein-, Milch-, Zitronen- und flüchtige Säure.

Das BLB befindet sich in Gols, Am Berg 8, Tel.: 02173/20050 (Montag bis Freitag 7.30 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.15 Uhr). Während der Lese ist auch samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

Änderungen im Weingesetz
Außerdem weist die LK darauf hin, dass gemäß dem neuen Weingesetz rückwirkend auf den aktuellen Jahrgang die Gesamt-SO2-Grenzwerte (Schwefeldioxid) sowohl bei Rot- als auch bei Weißwein um 10 mg/l gesenkt werden und sie damit für Weiß + Rose 200 mg/l sowie für Rot 150 mg/l betragen.

Weiters wurde die Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von Kasein und eihältigen Weinbehandlungsmitteln auf 01.01.2011 verschoben. (AIZ)


Aktualisiert am: 16.09.2009 13:59
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