Burgenland: Schwierige Weinjahre 2010 und 2011

Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner berichtet beim diesjährigen Österreich-Wein-Marketingtag in Eisenstadt über niedrige Erntemengen sowie Frostschäden und gibt einen vorsichtig optimistischen Ausblick auf 2011.
LR Falb-Meixner: „Die Erntemenge 2010 von rund 550.000 Hektoliter hat dem Burgenland eine um etwa 35 % niedrigere Menge als im langjährigen Durchschnitt beschert und ist damit die kleinste Weinernte seit 1985.“
LR Falb-Meixner: „Die Erntemenge 2010 von rund 550.000 Hektoliter hat dem Burgenland eine um etwa 35 % niedrigere Menge als im langjährigen Durchschnitt beschert und ist damit die kleinste Weinernte seit 1985.“
Die Erntemenge 2010 von rund 550.000 Hektoliter hat dem Burgenland eine um etwa 35 % niedrigere Menge als im langjährigen Durchschnitt beschert und ist damit die kleinste Weinernte seit 1985. Aufgrund der österreichweit geringen Erntemenge wird es schwierig sein, die in den letzten Jahren sowohl im In- als auch im Ausland gewonnenen Marktanteile halten zu können. Diese Marktsituation könnte sich durch Frostschäden, welche Temperaturen unter minus 20° C Anfang Dezember im Weinbaugebiet Neusiedlersee verursacht haben, im Jahr 2011 weiter verschärfen. Es wird schwierig sein, den 2010 erzielten Rekordexportwert von 120 Mio. Euro in den kommenden Jahren halten zu können.

Zwei neue DAC´s im Jahr 2010
Es ist erfreulich, dass neben dem bereits etablierten DAC-Mittelburgenland/Blaufränkisch 2010 Leithaberg DAC und Eisenberg DAC aus der Taufe gehoben werden konnten. Es ist angestrebt, dass die DAC-Philosophie flächendeckend im Burgenland zum Einsatz kommt.

Erfolgreiche Förderung von Klein- und Mittelbetrieben
Der Weinbau ist ein Musterbeispiel für die erfolgreiche Entwicklung und Förderung von Klein- und Mittelbetrieben. Mit einer beispiellosen Qualitätsoffensive wurde im Windschatten bekannter Winzer das Ziel 1-Programm vorbildlich genutzt und bis dato in über 3.200 Projekte rund 250 Mio. Euro in die Verbesserung der Verarbeitung und Vermarktung investiert und damit die Wettbewerbsfähigkeit deutlich gesteigert. Auftritte bei diversen Messen im Ausland sichern und bauen Marktanteile aus.

138,8 Mio. Euro jährliche Wertschöpfung
Mit 133,8 Mio. Euro jährlicher Wertschöpfung trägt der burgenländische Weinbau zu 37 Prozent den Hauptanteil am gesamten agrarischen Produktionswert. Trotz knapper Budgets auf Landes- und Bundesebene stehen über das EU-Programm für die ländliche Entwicklung bis 2013 (ELER) die schon bisher bewährten Förderschienen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Weinbaues auch weiterhin zur Verfügung.


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Aktualisiert am: 11.01.2011 16:37
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