Bundesforste: Start ins Jahr der Artenvielfalt mit über 800 Schutzprojekten

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten mit über 800 Natur- und Umweltschutzprojekten in das Internationale Jahr der Biodiversität 2010.
Mehr als 50 % der von den ÖBf betreuten Fläche stehen unter Naturschutz.
Mehr als 50 % der von den ÖBf betreuten Fläche stehen unter Naturschutz.
"Jedes gesunde Ökosystem, jeder gesunde Wald braucht Artenvielfalt", erklärt Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste. "Daher ist es unser Ziel, mit naturnaher Waldwirtschaft, der Erhaltung von Schutzgebieten und zahlreichen Einzelmaßnahmen Vielfalt zu sichern und den Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen." Die Bandbreite der Maßnahmen reicht von besonderer Rücksichtnahme auf sensible Brutgebiete über die Ausweisung von Schutz- und Schongebieten bis hin zu großflächigen Moorrenaturierungen. Als erster Forstbetrieb Europas beteiligten sich die Bundesforste am internationalen Biodiversitäts-programm "Countdown 2010" und haben darauf aufbauend ein eigenes 5jähriges Schutzprogramm zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen entwickelt.

Naturkalender-Sammlerobjekt "Schöne Vielfalt 2010" zu gewinnen

Der ÖBf-Kalender, unter Naturliebhabern längst begehrtes
Sammlerobjekt, steht 2010 ganz im Zeichen der Artenvielfalt. Alle
Bilder wurden von renommierten Naturfotografen aufgenommen, für die
wissenschaftliche Begleitung sorgte der Öko- und Zoologe Johannes
Gepp, Leiter des Instituts für Naturschutz Steiermark. Monat für
Monat wird ein neuer Lebensraum - von der hochalpinen
Winterlandschaft über uralte Hochmoore bis hin zu den
Unterwasserwelten der österreichischen Seen - mit typischen Arten von seiner faszinierenden Seite gezeigt. Als Auftakt zum
Biodiversitätsjahr 2010 gibt es 100 Exemplare des beliebten
Naturkalenders zu gewinnen. Unter www.bundesforste.at wartet ein
kleines Biodiversitätsquiz auf alle Naturfans, Gewinnfragen
beantworten und einsenden. Teilnahmeschluss ist der 15. Dezember
2009.

Artenreiches Österreich

Schätzungen der weltweiten Artenzahl pendeln um die
Zehn-Millionen-Marke. Wissenschaftlich erfasst sind davon bis dato
rund 1,7 Millionen. Österreich bringt es auf fast 70.000 Arten, allen voran die rund 36.000 Insekten. Viele von ihnen sind in ihrem
Weiterbestand bedroht: alle Amphibien, fast alle Reptilien, 69 % der
Fischarten, mehr als die Hälfte aller Vögel und Säugetiere sowie 40 %
der Pflanzenarten. "Die Zahl unserer Naturschutzaktivitäten", erklärt Erlacher, "hat sich in den letzten Jahren vervierfacht." Neben Artenschutzprojekten für Alpenbock, Wildkatze oder Habichtskauz zählen dazu auch Renaturierungen von geschädigten Ökosystemen und Lebensräumen wie etwa Moorgebieten. Allein im Salzkammergut startet 2010 ein dreijähriges Renaturierungsprojekt, bei dem rund 60 Moore untersucht, analysiert und nach Möglichkeit wiederhergestellt werden.

Nationalparks als "Hotspots" der Artenvielfalt

Von den rund 850.000 Hektar Gesamtfläche, die die Österreichischen
Bundesforste betreuen, stehen mehr als 50 % unter Naturschutz. 52.000
Hektar sind in Nationalparks als "Hotspots" der Artenvielfalt
eingebracht, in den Nationalparks Kalkalpen und Donau-Auen sind die
Bundesforste in das operative Management eingebunden. Weiters
betreuen die ÖBf wesentliche Flächen im Biosphärenpark Wienerwald, in Natura-2000-Gebieten, Naturparks sowie in geschützten
Landschaftsgebieten. "Für eine Vielfalt an Arten braucht es ein
breites Spektrum an intakten Lebensräumen", erläutert der
Vorstandssprecher. "Im Sinne der Nachhaltigkeit besteht unsere
Herausforderung darin, eine Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, gesellschaftlichen Interessen und naturschutzfachlichen Anforderungen zu finden", so Erlacher abschließend.


Autor:
Aktualisiert am: 03.12.2009 20:30
Landwirt.com Händler Landwirt.com User