Bundesbäuerinnentag: Andrea Schwarzmann zur neuen Bundesbäuerin gewählt

85 Teilnehmerinnen des ZAM Zerfikatslehrgans (Zukunftsorientiere agrarische Motivation) erhalten von BM Berlakovich Auszeichnung beim Bundesbäuerinnentag in Linz.
Neben der Verleihung der ZAM Zertifikate beim Bundesbäuerinnentag 2013 in Linz wurde Andrea Schwarzmann zur neuen Bundesbäuerin gewählt.
Neben der Verleihung der ZAM Zertifikate beim Bundesbäuerinnentag 2013 in Linz wurde Andrea Schwarzmann zur neuen Bundesbäuerin gewählt.
Andrea Schwarzmann folgt Anna Höllerer als neue Bundesbäuerin nach. Beim diesjahrigen Bundesbäuerinnentag in Linz am 4. April gratulierte unter anderem Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich zur Amtübernahme und würdigt die scheidende Bundesbäuerin. Anna Höllerer trug während ihrer Amtszeit von 2008–2013 zu entscheidenden Neuerungen bei, wie etwa, die steuerliche Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten für jedes Kind bis zum 10. Lebensjahr und die begünstigte Selbstversicherung in der Pensionsversicherung für Zeiten der Pflege naher Angehöriger oder die Erhöhung des Wochengeldes von 26,97 Euro auf 50 Euro pro Tag.

Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil

Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Das wird von den österreichischen Bäuerinnen gelebt. Durch die Entwicklung des ZAM Zertifikatslehrgangs „Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum-Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil“ haben sie ihre Stärke unter Beweis gestellt. Bereits knapp 40 % der heimischen Betriebe werden von Frauen geführt. Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Die Förderung von Frauen ist ein besonderes Anliegen. Daher hat das Lebensministerium gemeinsam mit dem LFI und der ARGE Bäuerinnen das Bildungsprojekt ZAM (Zukunftsorientierte agrarische Motivation) ins Leben gerufen. Ziel ist, den Frauen das nötige Handwerkszeug mitzugeben, um sich verstärkt in agrarische und politische Gremien einzubringen.
Am Bundesbäuerinnentag hat Landwirtschaftsminister Berlakovich über 85 Teilnehmerinnen des ZAM Absolventinnen ausgezeichnet, die den Lehrgang „Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil“ erfolgreich absolviert haben. Berlakovich dazu: „Es ist wichtig, dass Bäuerinnen noch stärker in den verschiedensten Gremien mitwirken und mitentscheiden. Denn niemand kann die Interessen der Frauen besser vertreten als die Frauen selbst. Wir müssen gemeinsam an einer Erhöhung des Frauenanteils in der Politik und in wichtigen Entscheidungsfunktionen arbeiten. Ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot ist dafür eine äußerst wichtige Basis", so Berlakovich.

Wettbewerb „Bäuerinnen des Jahres“

Die österreichischen Bäuerinnen sind seit jeher im Bereich Schaffung von Erwerbskombinationen, etwa Direktvermarktung oder Urlaub am Bauernhof, innovativ und haben somit wesentlich zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des ländlichen Raumes beigetragen. Auch im Bereich der Konsumenteninformation sind die Bäuerinnen seit jeher stark: sie produzieren die Lebensmittel und wissen darüber am besten Bescheid.
Mit dem Wettberwerb „Bäuerinnen des Jahres LEA – ländlich, engagiert und außergewöhnlich“ werden auch heuer wieder engagierte Bäuerinnen ausgezeichnet, die sich für die Gesellschaft stark machen und zum Wohlergehen des Ländlichen Raumes beitragen.
Eingereicht werden kann in den Kategorien: Wirtschaft, Soziales und KonsumentInnen Information. Damit sollen außergewöhnliche Leistungen der Bäuerinnen gewürdigt werden und eine Berufsgruppe in den Vordergrund gestellt werden, die echte Anerkennung verdient. Eine Einreichung ist bis 15. Mai 2013 möglich, die Preisverleihung findet im September 2013 statt.

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Aktualisiert am: 04.04.2013 11:40
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