Brielmaier Motormäher: So breit wie möglich, so schmal wie nötig

Wie wirken sich unterschiedliche Motorleistungen und Mähbalkenbreiten auf das Handling im Steilhang, auf die Flächenleistung und auf den Spritverbrauch aus? Eine Antwort darauf gibt unser Vergleichstest mit ungleich ausgestatteten Brielmaier-Motormähern.
„Landwirt“-Testteam: „Wer mit einem schmalen Balken auf Grund der Rahmenbedingungen mähen muss, der sollte nie einen Breiten ausprobieren!“
„Landwirt“-Testteam: „Wer mit einem schmalen Balken auf Grund der Rahmenbedingungen mähen muss, der sollte nie einen Breiten ausprobieren!“
Für diese Vergleichsuntersuchung standen dem „Landwirt“-Testteam und der BLT Wieselburg zwei Brielmaier-Motormäher mit zwei verschiedenen Motorisierungen und drei unterschiedlich breiten Doppelmesser-Portalmähbalken zur Verfügung.
Diese Versuchsreihe absolvierten wir auf einer Steilfläche von etwa 60 %. Wie beim Motormäher-Vergleichstest der Königsklasse (Teil 1, Ausgabe 06/2010) haben wir alle Testkandidaten in der Praxis und auf den Prüfständen der BLT Wieselburg genau unter die Lupe genommen. Die beiden Grundgeräte von Brielmaier unterschieden sich nur durch den Motor. Das Bedien- und Antriebskonzept ist völlig identisch. Die Vorzüge dieses Motormäher-Konzeptes haben wir schon in Teil 1 beschrieben.

Sicherheit und Hangtauglichkeit
Mit zunehmender Mähbalkenbreite steigt auch die Sicherheit und die Hangtauglichkeit. Obwohl das Maschinengewicht geringfügig ansteigt, verschiebt sich auf Grund des höheren Balkengewichtes die Schwerpunktlage und verhindert so ein frühzeitiges Aufbäumen. Während sich der kleinste Mäher - Variante 1 - in diesem Vergleich schon bei 72% Steigung aufzubäumen beginnt, ist dies bei der größten Variante 3 erst bei 100% der Fall. Diese Aufbäumgrenze lässt sich durch optional erhältliche Distanzstücke zwischen Mähbalken und dem Grundgerät noch weiter nach oben verschieben. Die Auflagekraft am Mähbalken bei Variante 1 beträgt 640 N. Bei Variante 3 ist sie mit 1.360 N mehr als doppelt so hoch.
Der Mäher mit der größten Arbeitsbreite ist im Steilhang am sichersten zu manövrieren, verursacht die wenigsten Narbenschäden und verschmutzt auf Grund der geringeren Anzahl von Überfahrten das Futter am geringsten. Kritische Stellen müssen auf Grund des seitlichen Balkenüberstandes gar nicht befahren werden.

Fazit
Die sinnvollsten Arbeitsbreiten für den 15 PS-Brielmaier sind 235 und 260 cm. Der 27 PS-Motormäher sollte mit einem 300 oder 360 cm breiten Mähbalken ausgestattet werden. Wenn es betriebswirtschaftlich vertretbar ist und es keine Einschränkungen durch enge Zufahrtswege u. dgl. gibt, raten wir zur größeren Arbeitsbreite. Diese praktischen Erfahrungen durch das „Landwirt“-Testteam wurden durch die Messungen der BLT Wieselburg eindrucksvoll bestätigt. Je breiter der Balken, desto höher die Flächenleistung und desto niedriger der Spritverbrauch. Weiters bewährt sich der breitere Balken im extremen Gelände durch eine verbesserte Bodenanpassung, geringere Narbenverletzung und niedrigere Futterverschmutzung. Mit größeren Arbeitsbreiten sind weniger Überfahrten und Wendemanöver notwendig. Extreme Stellen (Büsche, Sträucher, Bäume, Felsen, Mauern, Zäune) lassen sich mit dem seitlichen Überstand des asymmetrischen Mähbalkens einfach ummähen.
Wer mit einem schmalen Balken mähen möchte oder muss, der sollte nie einen Breiten ausprobieren!

Landwirt-Tipp
Weitere Bilder und ein Einsatzvideo von diesem Motormäher-Vergleich finden Sie im Internet: www.landwirt.com/landtechnik

Autoren: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau und Ing. Josef WIPPL, FJ-BLT Wieselburg


Brielmaier Motormäher von www.landwirt.com




Aktualisiert am: 24.03.2010 18:25
Landwirt.com Händler Landwirt.com User