Brennstoffkosten: Holz und Erdwärme am günstigsten

Auch heuer gibt es bei der Höhe der Energiekosten große Unterschiede. Heizen mit Gas oder Öl kommt am teuersten, Wärmepumpen und Holzheizungen sind deutlich günstiger. Die beste Methode zum Sparen ist und bleibt aber natürlich die thermische Sanierung.
Holz ist nach wie vor einer der günstigsten Brennstoffe.
Holz ist nach wie vor einer der günstigsten Brennstoffe.
Der nächste Winter steht vor der Tür und bald beginnt die Heizsaison. Die Energie- und Umweltagentur NÖ hat deshalb verschiedene Energieträger verglichen und festgestellt: Wer jetzt für die Heizsaison einkauft, fährt mit Scheitholz oder einer Erdwärmepumpe am günstigsten. Hier liegen die jährlichen Energiekosten in einem 25 Jahre alten durchschnittlichen Einfamilienhaus derzeit bei 1.100 Euro. Beim Heizen mit Wärmepumpen ist allerdings Vorsicht angebracht: Luftwärmepumpen verbrauchen in der Regel mehr Strom als Erdwärmepumpen, in unserem Beispiel sogar um mehr als 300 Euro.

Öl und Gas mit Abstand am teuersten
Die fossilen Energieträger haben beim direkten Brennstoffkostenvergleich keine Chance: Heizen mit Öl ist heuer um mehr als 1.500 Euro teurer als mit Scheitholz. Bei der Gasheizung sind es knapp 900 Euro mehr. Dazu kommt, dass – während die Energiepreise im Vergleich zum letzten Jahr weitgehend stabil geblieben sind – der Heizölpreis wieder kräftig zugelegt hat. Die Mehrkosten für eine Heizsaison mit Öl sind von 1.200 auf 1.500 Euro, also um 300 Euro gestiegen, das entspricht einer Steigerung von 12,5 %.

Altbau sanieren spart Kosten
Auch in Zukunft werden die Energiepreise laut Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ steigen: „Ich gehe davon aus, dass der Preis für Erdöl auch weiterhin stärker als die Preise anderer Energieträger zunehmen wird.“ Von der Preissteigerung besonders betroffen sind laut Greisberger unsanierte Altbauten, die alleine durch Wärmedämmung ihren Energiebedarf mehr als halbieren könnten. Die Energie, die nicht verbraucht wird, ist die billigste Energie. In der thermischen Sanierung liegt noch immer ein riesiges Einsparpotenzial.


Autor: NÖ Energie- und Umweltagentur

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Aktualisiert am: 03.10.2012 16:48
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