Breitspur Motormäher: Praxistest in der Königsklasse

Das „Landwirt“-Testteam und die BLT Wieselburg haben drei Motormäher der Königsklasse in der Praxis und auf dem Prüfstand getestet. Was diese Breitspur-Boliden im Stande sind zu leisten, wo sie Schwächen haben und wo ihre Grenzen sind, haben wir für Sie erforscht.
Die untersuchten Mäher von links nach rechts: BRIELMAIER 15 PS / KÖPPL BT15-2 / RAPID Tecno 1591
Die untersuchten Mäher von links nach rechts: BRIELMAIER 15 PS / KÖPPL BT15-2 / RAPID Tecno 1591
Die von uns getesteten Breitspur- Motormäher Brielmaier 15PS, Köppl BT15-2 und der Rapid Tecno 1591 hatten eine Motorleistung von etwa 15 PS. Der Vogel&Noot Jet 3 Hydro stand uns zu diesem Zeitpunkt leider nicht zur Verfügung. Im Vorjahr haben wir vier Universal-Geräteträger der Mittelklasse miteinander verglichen (siehe Ausgaben 08 und 09/2009). Die Mäher der Königsklasse unterscheiden sich von der Mittelklasse hauptsächlich durch eine höhere Motorleistung mit gesicherter Schmierung am Steilhang, größere Mähbalkenbreite, eine breitere Spur und einer nochmals optimierten Schwerpunktlage. Mit ihnen ist eine schlagkräftige Steilflächenmahd möglich. Auf Grund des hohen Eigengewichtes kommt es in extremen Steilhängen auf Böden mit geringerer Tragfähigkeit unweigerlich zu Narbenverletzungen. Diese lassen sich nur mit kleineren Bergmähern wie z.B. Rapid Swiss (siehe Ausgabe 11/2009) oder Rex (siehe Ausgabe 23/2009) natürlich bei wesentlich geringerer Flächenleistung vermeiden.
Im Teil 1 dieser Untersuchungsreihe gehen wir auf die technischen Anforderungen für diese Extremeinsätze sowie auf die Raffinessen der jeweiligen Hersteller ein. In einer der nächsten Landwirt-Ausgaben berichten wir im Teil 2 über die Auswirkungen der Motorleistung und Mähbalkenbreite auf das Handling der Maschinen, den Treibstoffverbrauch und die mögliche Flächenleistung. Brielmaier und Köppl bieten für diese Motormäher-Klasse verschiedene Motorleistungen und Mähbalkenbreiten an.

Mehr Sicherheit dank ständigem Kraftschluss
Der hydraulische Fahrantrieb hat sich in dieser Klasse und auch in kleineren Modellen in erster Linie wegen der Sicherheit durchgesetzt. Bei Getriebemaschinen hat der Leerlaufzustand immer wieder zu Unfällen geführt. Es ist eine unabdingbare Forderung, dass die Maschinen im Stillstand auch tatsächlich stehen bleiben. Im Steilhang darf es aus Sicherheitsgründen keinen Leerlaufzustand geben. Dazu bedienen sich die Firmen unterschiedlicher Techniken: Hydraulische Rückschlagventile, Handbremse, elektromagnetische Stoppschaltung.

Fazit
Das Um und Auf beim extremen Bergmähen ist die Sicherheit. Um ein Abrollen des Mähers in kritischen Situationen zu verhindern, sind ein 100%iger Kraftschluss des hydraulischen Fahrantriebes und eine sichere Bremse notwendig. Die Bergtauglichkeit und das Handling dieser Maschinen im Steilhang hängen in hohem Maße vom Gesamtgewicht und von der Lage des Masseschwerpunktes ab. Die Bodenhaftung und Standfestigkeit hängt sehr stark von der Wahl der „Bereifung“, von der Auflagefläche und von der Spurweite ab. Eine größere Mähbalkenbreite erhöht im Regelfall die Flächenleistung und senkt den Kraftstoffverbrauch

Autoren: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau und Ing. Josef WIPPL, FJ-BLT Wieselburg


Drei Motormäher im Vergleich von www.landwirt.com




KÖPPL Berg Talent BT15-2 von www.landwirt.com




Aktualisiert am: 14.03.2010 18:12
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