Braunvieh-Weltkonferenz und Europaschau im Zillertal

Züchter und Zuchtverantwortliche aus allen fünf Kontinenten trafen sich zur Weltkonferenz in Mayrhofen im Zillertal. Die Europaschau in Rotholz bildete einen krönenden Abschluss der Veranstaltung.
„Wir hatten eine kurze, effiziente Konferenz. Mayrhofen war ein unglaublich guter, professioneller Gastgeber für die Weltkonferenz. Die Gäste fühlten sich sehr wohl“, so der Obmann des Tiroler Braunviehzuchtverbandes ÖR Hans Mair.
„Wir hatten eine kurze, effiziente Konferenz. Mayrhofen war ein unglaublich guter, professioneller Gastgeber für die Weltkonferenz. Die Gäste fühlten sich sehr wohl“, so der Obmann des Tiroler Braunviehzuchtverbandes ÖR Hans Mair.
Über 300 Teilnehmer an der Weltkonferenz und tausende Besucher der Europaschau zeigten, dass die Braunviehzucht Massen mobilisieren kann.

Diskussion um die Zuchtziele
Themenschwerpunkte der Konferenz bildeten die Zucht auf Nutzungsdauer, Leistung und Wirtschaftsdauer, Käseproduktion und die genomische Selektion. „Die Rinderzucht steht möglicherweise an der Schwelle zu einer neuen Ära“, so Dr. Johann Sölkner. In Deutschland wurden kürzlich Projekte zur genomischen Selektion bei Holstein Friesian, Fleckvieh und Braunvieh gestartet. Auch die Österreichische Fleckviehzucht ist bereits auf diesen Zug aufgesprungen. Die Braunvieh-Fachleute diskutierten über den potentiellen Nutzen der Genomischen Selektion für ihre Population. „Ideal wäre, wenn man mit molekulargenetischen Methoden auch eine Aussage über die genetische Veranlagung eines Tieres für Leistungs- und Fitnessmerkmale machen könnte. Dadurch könnte die traditionelle Zuchtwertschätzung, welche auf phänotypischen Erhebungen und Verwandtschaftsbeziehungen basiert, ergänzt oder sogar ersetzt werden“, erklärt der Schweizer Zuchtverband den möglichen Nutzen der genomischen Selektion für die Rinderzucht.

Neuer Weltobmann
Im Rahmen der Konferenz übergab Hans Mair das Amt des Weltpräsidenten an Dr. Markus Zemp aus der Schweiz. Zemp ist der Präsident des Schweizer Braunviehzuchtverbands und amtierender Europapräsident. Die Schweiz wird 2012 auch das Gastgeberland der nächsten Weltkonferenz sein.

Autorin: DI Stephanie GROSSPÖTZL, Sigharting


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Aktualisiert am: 08.05.2008 10:48
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