Braunvieh Austria: Jahreshauptversammlung

Kürzlich fand in Spittal a. d. Drau die diesjährige Jahreshauptversammlung von Braunvieh Austria statt. Dabei fassten die Braunvieh-Vertreter zukunftsweisende Beschlüsse.
Die Braunvieh-Funktionäre und Ehrengäste am Hof von Albert Petschar, Obmann der Kärntner Braunviehzüchter.
Die Braunvieh-Funktionäre und Ehrengäste am Hof von Albert Petschar, Obmann der Kärntner Braunviehzüchter.
In der Vorstandssitzung fielen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Österreichischen Braunviehzucht. Die auf Molekular-Genetik beruhende Methode der SMP-Marker wurde vorgestellt und ein Grundsatzbeschluss gefasst, sich an einem Forschungsprojekt betreffend der Einbindung dieser Methode in das Zuchtprogramm zu beteiligen. Damit könnte wirksam Zeit und Geld gewonnen werden, der Zuchtfortschritt würde sich zusätzlich beschleunigen.
Die Gewichtung mancher Merkmale in der Zuchtwertschätzung wurde leicht abgeändert, so werden mit nächster Zuchtwertschätzung im August die beiden Parameter Eiweiß und Zellzahl stärker gewichtet.

Neue lineare Beschreibung
Auf europäischer Ebene wird es eine Vereinheitlichung der linearen Beschreibung geben. Die Beschreibung lautet zukünftig: Format (Rahmen) - Becken - Fundament - Euter - Zitzen.
In Hinblick auf die im kommenden Frühjahr in Österreich stattfindende Weltkonferenz wurde ein Geschäftsführertreffen vereinbart, um die Organisation dieses Großereignisses zu besprechen. Zusätzlich beschloss der Vorstand, für die Original-Braunvieh-Population ein eigenes Herdebuch zu beantragen. Stiere, die im Rahmen eines Teststiereinsatzes eingesetzt werden, müssen verpflichtend einem SMA-Test unterzogen werden.

Kappa-Kasein bald besser bezahlt
Bei der Vollversammlung konnte Obm Hans Mair zahlreiche Ehrengäste und Kärntner Braunviehzüchter begrüßen. Erster Redner war Hr. Josef Wielscher, Obmann der Kärntner-Milch. Dieser hatte gute Nachrichten für die Braunviehzüchter: Die Kärntnermilch plant, im ersten Schritt den Gehalt an Kappa-Kasein den einzelnen Mitgliedsbetrieben auf der Milch-Abrechnung auszuweisen. Im zweiten Schritt soll dann Milch mit besseren Kappa-Kasein-Werten auch besser bezahlt werden.

Lebensleistungsrekord: 143.000 kg
Die Abordnung aus der Steiermark konnte für Herrn Josef Tippl aus Aigen im Ennstal eine ARGE-Ehrenurkunde entgegennehmen: Die Braunvieh-Kuh mit der höchsten Lebensleistung innerhalb der ARGE steht in seinem Stall und erbrachte schon über 143.000 kg Milch.
ZAR-GF Mag. Franz Sturmlechner berichtete über aktuelle Entwicklungen innerhalb der ZAR und erläuterte die relevanten Sachverhalte zu den Themen Blauzungenkrankheit und Tierzuchtgesetz NEU.
Am zweiten Tag nahmen die ARGE-Vorstände noch zwei Exkursionsziele in Angriff und statteten dem Braunviehzuchtbetrieb von Petschar Albert, Obmann der Kärntner Braunviehzüchter, eine Besuch ab. Eine Führung durch die Oberkärntner Molkerei in Spittal a. d. Drau rundete die arbeitsreichen Stunden ab.

Weitere Informationen zur ARGE Braunvieh finden Sie unter www.braunviehaustria.at


Autor:
Aktualisiert am: 27.06.2007 18:05
Landwirt.com Händler Landwirt.com User