Borkenkäferabwehr mit insektiziden Netzen

Lagerndes Holz wird gerne von verschiedenen Borkenkäfern befallen. Ein mit einem insektiziden Wirkstoff angereichertes Netz soll Abhilfe schaffen.
Eine Lkw-Fuhre wird mit insektiziden Wirkstoffen behandelten Netzen vor Borkenkäferbefall geschützt.
Eine Lkw-Fuhre wird mit insektiziden Wirkstoffen behandelten Netzen vor Borkenkäferbefall geschützt.
Die Firma BASF brachte drei Netze zum Schutz von Holz gegen Borkenkäfer auf den Markt. Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) wurden die Netze, die unter der Produktfamilie Complion geführt werden, für den Einsatz in der Borkenkäferabwehr getestet. Besonders Augenmerk wurde auf die Wirkung gegen Buchdrucker und Kupferstecher gelegt.
Das für den Einsatz im Forst modifizierte Netz (Farbe, UV-Schutz) gibt über längere Zeit aus einem insektizidbeladenen Kunststoffkern geringe Mengen des Wirkstoffes an die Außenhülle ab. Das Insektizid, das kontrolliert freigegeben wird, kann so durch Regen praktisch nicht ausgewaschen werden. Zum Einsatz kommt Cypermethrin (100 mg/m² Netzfläche). Dabei handelt es sich um denselben Wirkstoff wie im bekannten Stammschutzmittel „Fastac Forst“.

Schutz von lagerndem Holz
Zum Schutz von unbefallenen Frischholzgantern kommen insektizide Netze unter der Bezeichnung Storanet® zum Einsatz. Gerade in Katastrophenfällen kommt es zu Problemen mit der rechtzeitigen Holzabfuhr. Ziel ist es, das Fichtenrundholz am Waldort so lange vor Borkenkäfern und holzbohrenden Schädlingen zu schützen, bis es abtransportiert wird. Bei Wertholz wird das wenige Wochen sein – hier kann das Netz mehrmals verwendet werden.
Holz für die energetische Verwertung (Hackgut) wird oft bis in den Herbst vor Ort gelagert, genauso kann frisches Holz, das im Wald belassen wird, durch das Netz so lange geschützt werden, bis es für Buchdrucker oder Kupferstecher nicht mehr attraktiv ist. Ebenso kann die Verbreitung der ausschlüpfenden Käfer aus bereits befallenem Holz erfolgreich verhindert werden.

Autor: DI Bernhard Perny, BFW Wien

Weitere Informationen lesen Sie in Ausgabe 17/2012 des „Fortschrittlichen Landwirts“.

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Aktualisiert am: 11.09.2012 10:59
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