Borkenkäfer und Waldbrandgefahr machen Wäldern zu schaffen

Die derzeitigen hohen Sommertemperaturen bedeuten für den heimischen Wald eine kritische Belastungsprobe: Der Borkenkäfer entwickelt sich schneller und die Gefahr von Waldbränden steigt.
Die trockene Streu auf dem Waldboden ist leicht entzündlich
Die trockene Streu auf dem Waldboden ist leicht entzündlich
"Durch die Hitze entwickeln sich waldschädliche Insekten schneller. Die Ende April angelegte Brut des Buchdruckers, unseres gefährlichsten Borkenkäfers, steht nun kurz vor dem Ausschwärmen“, so der Oberösterreichische Agrarlandesrat Josef Stockinger. Die Borkenkäferbekämpfung hat jetzt also hohe Priorität. Es gilt alle Bestände auf Borkenkäferschadholz und befallsgeeignete Hölzer zu durchforschen, die frisch angefallenen Bäume rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen. Frischer Borkenkäferbefall ist insbesondere an Bohrmehl-Ansammlungen am Stamm und Stammfuß, an Harzfluss und Spechttätigkeit sowie am Vergilben und Abfallen von Fichtennadeln zu erkennen. Beim Abblättern von Rindenteilen allerdings haben die Käfer den Baum bereits verlassen und Nachbarbäume befallen.

Glasscherben wirken wie Brenngläser
Laub- und Nadelstreu fängt im trockenen Zustand rasch Feuer. Dass die Glut von Zigaretten oder Zündhölzern einen Waldbrand auslösen kann, ist bekannt. Gefährlich kann aber auch eine weggeworfene Glasflasche sein, deren Boden in der Sonne wie ein Brennglas wirkt und Streu entzünden kann. Ein kleiner Funke kann unbemerkt zu großen Glutnestern führen, die dann mit dem Wind entfachen und auf die Kronen der Bäume übergreifen können. Der Schaden an den Waldbeständen ist oftmals enorm.


Autor:
Aktualisiert am: 16.07.2010 08:39

Landwirt.com Händler Landwirt.com User